Quellen, Diskurse und Perspektiven zum Islam und seiner Theologie


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5 thoughts on “Quellen, Diskurse und Perspektiven zum Islam und seiner Theologie

  1. Eine sehr nützliche Linksammlung, die einen in ihrer Größe aber fast erschlägt. Was mich am Islam am meisten interessiert, fand ich erst am Ende dieser Liste, die Rechtsschulen. Gestatten Sie mir, zunächst etwas weiter auszuholen, indem ich Cicero zitiere:

    „Da nun nichts besser ist als die Vernunft und diese im Menschen und in Gott ist, besteht also für den Menschen mit Gott eine erste Gemeinschaft auf der Grundlage der Vernunft. Welchen aber die Vernunft gemeinsam ist, denen ist auch die rechte Vernunft gemeinsam: Da diese aber das Gesetz ist, muss man uns Menschen auch durch das Gesetz als mit den Göttern verbunden halten. Unter welchen nun wiederum eine Gemeinschaft des Gesetzes besteht, unter denen besteht auch eine Gemeinschaft des Rechtes. Diejenigen aber, die all das gemeinsam haben, sind als Bürger ein und desselben Staates zu betrachten. Wenn sie zudem den gleichen Mächten und Gewalten Folge leisten, gilt dies noch viel mehr. Sie gehorchen nun aber dieser himmlischen Ordnung, diesem göttlichen Geist und allmächtigen Gott, so dass sogar diese gesamte Welt für einen den Göttern und Menschen gemeinsamen Staat zu halten ist. Und wenn in den Staaten nach einer bestimmten Art und Weise, über die an geeigneter Stelle noch gesprochen werden soll, sich Stände nach der Verwandtschaft der Familien unterscheiden, so ist dies im Bereich der Natur um soviel großartiger und um soviel vortrefflicher gegeben, dass die Menschen in Verwandtschafts- und Stammesverhältnissen mit den Göttern stehen.“

    Organisierte Religionen setzen der Vernunft oft Grenzen, indem sie diese durch Dogmen ersetzen. Seit Menschengedenken haben die Menschen aber ein natürliches Gespür für Recht und Unrecht, richtig und falsch. Die Menschenrechte, wie wir sie kennen, waren schon immer gültig, zunächst als ungeschriebenes, göttliches Recht. Nur mit Gewalt ließen und lassen sich die Menschen diese Rechte entziehen, nur allerhöchste Not verleitet sie normalerweise, Unrechtes, Unvernünftiges zu tun.

    Religionen, die sich in Widerspruch setzen zu dem, was die Menschen wissen und als vernünftig erachten, streben folglich nach politischer Macht, um ihre Dogmen durchzusetzen. Und wo Geld vorausgeht, öffnen sich alle Türen: Der Wahabismus, eigentlich nur die unbedeutende Rechtsschule eines Beduinenvolkes, verdankt seinen unverhältnismäßig großen Einfluß einzig den Petrodollars.

    Wie leicht müßte es also sein, eine fortschrittlichere, freiheitlichere islamische Rechtsschule zu fördern, zur dominierenden und maßgeblichen Bedeutung im Islam zu verhelfen. Wie mir scheint, ist Marokko mit seiner malikitischen Rechtsschule da auf einem aussichtsreichem Weg.

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