Die zukünftigen K-Gruppen des Islam


Ein großer Fehler der bei der Betrachtung des „Islamischen Staates“ gemacht wird, ist, das der IS nicht die Vergangenheit sondern die Zukunft repräsentiert. Er ermöglicht eine global umspannende virtuelle und universelle Zugehörigkeit, sogar eine „Staatszugehörigkeit“, dem eine sehr abstruse „Umma-Identität“ zugrunde liegt. Sogar wenn der IS in Syrien und im Irak zerschlagen wird, er wird in der ganzen Welt ein Problem darstellen, weil er keine Verwurzelung und Zentralität benötigt. Ein wahrhaft unheimlicher universeller Islam.

Freiheit für die Feinde der Freiheit? Der Extremismus als Betriebsrisiko der Demokratie


„Für die Verteidiger der Freiheit wäre es wirklich angenehmer, sich um die Fälle einer besseren Klasse von Opfern zu kümmern. Wenn wir aber warten, bis nette Leute verfolgt werden, kann es schon zu spät sein. Freiheit muss da verteidigt werden, wo sie verweigert wird.“

(Aryeh Neier – Defending My Enemy. American Nazis, the Skokie Case, and the Risks of Freedom. E.P. Dutton, New Yord 1979)

zur weiteren Vertiefung (Auswahl):

2016

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Demokrasiyi inşa Talepleri


Devleti yeniden yapılandırmak için bazi önerilerim. (Güncelledim – 8.8.2016). Katkılarınızı bekliyorum:

1. Anayasa değişikliği
2. Devlet insanlar lehine küçülmesi lazım.
3. Güçlendirilmiş parlamenter sistemi.
4. Cumhurbaşkanlık pahalı ve gereksiz bir kurum. Kaldırılmalı. Onun sembolik görevlerini TBMM Başkanı üstlenmeli.
5. Kamu Yönetimi Reformu gerçekleştirilmeli. Yerel yönetimler güclendirilmeli.
6. MGK, YÖK, DIB (veya devlet teşkilatı dışına taşınmalı), RTÜK, TIB kaldırılmalı.
7. Üniversiteler özerk olmalı.
8. Ifade ve basın özgürlüğü önünde bütün engeller kaldırılmalı.
9. Kuvvetler ayrılığı uygulanacak.
10. HSYK ikiye bölünmeli. Hakimlerin ve Savcıların ayri yüksek kurulları olacak. Adalet Bakanı ve Müsteşarı dahil olmayacak.
11. Cumhuriyet Savcılığa bağlı adli kolluk kurulmalı.
12. Imam Hatipler kaldırılıp dini (islam, alevi, hristiyan, yahudi, budist vs.) gruplar kendileri okul ve yüksek okul kurabilecek ama finansmanı kendileri sağlamaları lazım.
13. Bir yerin ibadethane olup olmadığı inanç mensupları belirleyecek (ör. cem evleri)
14. Devlet liselerinde din dersleri kaldırılmalı.
15. Örgütlenme, toplantı ve gösteri özgürlüğün önünde bütün engeller kaldırılmalı.
16. Sosyal devlet ilkesi hayata geçirilmeli. Sendika ve emekçilerin haklari artırılmalı. Aleyhlerin olan bütün uygulamalar kaldırılmalı.
17. Valilerin yetkileri ciddi şekilde azaltılıp, seçimle gelen belediye başkanlarına devredilmeli. Valiler sadece (yetkileri sınırlandırılmış) merkezî yönetimin bazı direktiflerini uygulayan ve tasarruf hakkı olmayan basit memurlar statüsüne olmalı.
18. Kürt sorunu çözüm icin tekrar çözüm süreci başlatılmalı. Hatalar tekrarlanmamali. TBMM ve daha geniş kesimler dahil edilmeli.
19. Siyasi Partiler Kanunu ve %10 barajı kaldırılmalı.
20. TRT BBC gibi idari ve mali özerklige, editoryal bağımsızlığa kavuşturulmalı. Sivil toplum örgütler, dini gruplar (ateistler de dahil), sendika ve meslek örgütlerinden oluşan bir kurul tarafindan denetlenmeli. (BBC ve ARD/ZDF örnek alinabilir) Siyasilerin (hele iktidarin) nüfuzuna kapalı olmalı.
21. Zorunlu askerlik kaldırılsın.
22. Vicdani ret hakkı herkese yasal düzenlemeyle tanınmalı.
23. Azınıkların anayasal hakkı verilmeli.

Tavsiyelere açığım. Devami gelecek….

Zerredungsroutine


Ich bin nicht sehr optimistisch. Ein Blick auf Publikationen und (virtuellen) Bleiwüsten der letzten Jahre im Bereich der „Islamischen Theologie“ macht mir Frust, oder das was man für Theologie hält. Immer häufiger muss ich Texte lesen, die sehr allgemein formuliert und in ihrer Form aus Versatzstücken bestehen. Meist sind das collagierte Texte zu bestimmten Themen, die immer wieder Gegenstand von Sammelbänden sind. Eine gehörige Schreibroutine, in der die gleichen Texte immer und immer verwertet und meist unter geänderten Überschriften zum Konsum geboten werden. Leider ist der daraus entstehende Effekt für die Leser der gleiche: Das habe ich doch schon irgendwo gelesen.

Nun ist das nichts neues. Das ist die akademische Publikationsroutine, in der neben der harten Grundlagenforschung auch die Karriereförderung eine Rolle spielt. Je mehr man Bücher und Texte vorweisen kann, und sei es nur Schnipsel, desto größer sind die Chancen Stellen zu bekommen. Aber ich beobachte es vermehrt im Bereich der zu entstehenden Lehrstühle. Die Politik und die gesamtgesellschaftliche Aufmerksamkeit dafür wecken Hoffnungen und Erwartungen, die leider oft auch ausserwissenschaftlich motiviert sind und keinen guten Einfluss auf die Entwicklung des akademischen Islam haben. Die Ergüsse mancher Autoren sind daher nur auf die Befriedigung dieser Bedürfnisse ausgerichtet und in ihrer Wirkung oft flach, trivial und nicht originell.

Der psychologische Effekt ergibt sich für die Akteure selbst. Bei mir verstärkt sich der Eindruck, dass eine diskursive Zerredungsroutine etabliert wird, die dann in einem wissenschaftlichen(!) Milieu nur auf Disktinktionsgewinn aus ist. Das merkt man schon daran, in dem die Sprache immer flacher und der Erkenntnisgewinn geringer wird.  Mit einer gewissen Frust stelle ich fest, das seit langem schon muslimische Wissenschaftler oder Theologen in einen merkwürdigen Szene-Sprech verfallen, der von der politischen Erwartung der Landesregierungen und dem näheren Umfeld  beeinflusst wird und folglich nur Textbausteine und Sprechblasen produziert.

Der Sorgestreit um die Muslime


Lesenswert. Die Antwort von Murat Kayman (→ Eine kritische Debatte?, 14.07.2016) auf den Beitrag von Ahmad Mansour (→ Wir sind nicht eure Kuscheltiere, taz, 09.07.2016)

Sources: Islamic State, ISIS, Salafism, Jihadism


 

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Von Beobachtern und Handelnden: Meinungsgulasch zur Moderne


 

Im Kulturradio (RBB) gab es gestern einen hörenswerten Perspektiven Beitrag mit dem Soziologen Armin Nassehi. Thema war das Das Ende der politischen Gewissheiten. Wie der Soziologe Armin Nassehi die Gesellschaft beschreibt. 

In dem Beitrag kommt auch eine Debatte zur Sprache, die in DER ZEIT geführt wurde. Ein Apéritif aus diesem Streit:

„Und weil die Systemtheorie die Nöte der Menschen für irrelevant erklärt und von keinem Anliegen und keiner Idee angetrieben wird, wohin es gesellschaftlich gehen soll, zielt sie auf keine andere Erkenntnis als darauf, andere sozialwissenschaftliche Ansätze als irregeleitet, idealistisch und rückständig zu demaskieren. (…) Es ist bedauerlich, dass sich so viele Studierende der Sozialwissenschaften so lange von Luhmanns Theoriegebäude haben blenden lassen – einer Theorie, die sich, jedenfalls unter den Händen der Nachlassverwalter, zu oft in Selbstbezüglichkeit und leerem Überlegenheitsgestus erschöpft.“ (Hartmut Rosa) Weiterlesen