Disput zur Historischen Leseart des Koran


In der Islamischen Zeitung gibt es einen interessanten Disput zur “historischen Leseart”, “Offenbarungsanlässen” und “Normativität” im Islam.  Bis jetzt gibt es drei Artikel, geschrieben von Doktoranden der islamisch-theologischen Institute.

1. Ein Unterschied zwischen Text und Urteil (Ali Ghandour / 27.02.2014)

2. Mit der Brille der Wissenschaft gesehen? Replik auf Ali Ghandour (Serdar Kurnaz / 11.03.2014)

3. Die historische und die traditionelle Lesart des Korans (Hakki Arslan / 06.04.2014)

Disput in der FAZ zur Islamischen Theologie


Nicht das erste Mal das Prof. Marco Schöller in der FAZ Dr. Hans-Thomas Tillschneider widerspricht. In der Regel geht es um die Entwicklung der akademischen Islamischen Theologie in Deutschland.  Aktuell geht es um folgende Texte:

Der Artikel von Tillschneider wurde am 27.03.2014 in der FAZ mit dem Titel “Ein deutscher Islam muss sich noch entwickeln” (pdf) veröffentlicht. Am 10.04.2014 folgte dann die Replik von Schöller “Aus der Ferne ist die Sicht getrübt” (pdf).

In meiner Quellensammlung Quellen, Diskurse und Perspektiven zum Islam und seiner Theologie kann man die früheren Texte der beiden nachlesen.

5. Ausgabe der Zeitschrift für Islamische Studien


Neue Ausgabe der Zeitschrift für Islamische Studien (ZIS) vom Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam (Goethe Uni Frankfurt) ist raus.

Download hier (pdf)

 

Cemaat’a dair bir eleştiri ve özeleştiri


Cemaat dört konuda hatalı (İhsan Yılmaz)

Gülen Cemaati’ni savunan dolaysız ve açık ifadeleriyle dikkat çeken İhsan Yılmaz, Fatih Üniversitesi’nde siyaset bilimi üzerine dersler veren bir öğretim üyesi. Today’s Zaman’ın köşe yazarları arasında da yer alan Doç. Yılmaz, Gülen Cemaati’ni dört konuda eleştiriyor… Devam

Fethullah Gülen Cemaati’ne tavsiyeler (Mücahit Bilici)

Yıllarca devletçi-Sünnicilik ve Türkçülük yaptınız. İkisinden de ceza alıyorsunuz. Milliyetçiliğe bazen isteyerek bazen de siyaseten verdiğiniz rüşvetler yüzünden maksadınızın aksi ile tokat yiyorsunuz. Cebini doldurmaktan başka derdi olamayanlar size vatan haini diyor. Değil sizin kendi meşrebinizce samimi dindarlığınızın, belki sizin yanlış Türkçülüğünüzün bile kenarından geçemeyecek derekedeki kimi partizan memurlar sizi gayrımillilikle suçluyor… Devam

 

Kurzmitteilung

Ein Veranstaltungshinweis:

Kongress 2014 – Horizonte der Islamischen Theologie

“Horizonte der islamischen Theologie” – 1. bis 5. September 2014

Das Zentrum für Islamische Studien wird vom 1. bis zum 5. September 2014 in Frankfurt am Main unter dem Titel „Horizonte der islamischen Theologie“ einen internationalen Kongress ausrichten.

Der mehrtägige Fachkongress widmet sich in sechs thematischen Sektionen und mehr als 30 Panels dem Fächerspektrum der islamisch-theologischen Studien, d.h. den Textwissenschaften, Kultur- und Geschichtswissenschaften, der Ideengeschichte des Islam, der Religionspädagogik und praktischen Theologie, aber auch der Sprach- und Literaturwissenschaft insbesondere dem Arabischen. Ferner wird eine themenübergreifende Sektion angeboten und es besteht die Möglichkeit, Projekte vorzustellen. Neben geladenen Vortragenden aus dem In- und Ausland wird es für zahlreiche Panels auch einen Call for Papers geben, der Experten in diesen Bereichen die Möglichkeit bieten soll, sich mit ihren Vorträgen einzubringen.

Der Kongress wendet sich nicht nur an Interessenten und Vortragende  aus dem Bereich der islamischen Theologie, sondern ebenso an Vertreter verwandter Disziplinen wie Islamwissenschaftler, christliche Theologen, Philosophen, Rechtswissenschaftler und das akademische Publikum anderer Fachrichtungen. Daneben sind auch die Studenten der jeweiligen Bereiche und die interessierte Öffentlichkeit herzlich willkommen. Der Kongress bietet ein offenes Forum für Diskussionen und versteht sich durch seine inhaltliche, interdisziplinäre und dialogische Konzeption als ein zukunftsorientiertes Projekt, von dem aus zahlreiche positive Impulse für den Bereich der islamisch-theologischen Studien ausgehen sollen.

Congress 2014 – Horizons of Islamic Theology

1.-5. September 2014 – Frankfurt am Main

From Monday 1 to Friday 5 September 2014 the Center for Islamic Studies (Zentrum für Islamische Studien) at Goethe University Frankfurt am Main, Germany will be hosting the international congress Horizons of Islamic Theology at Goethe University Frankfurt’s Westend Campus.

With six thematic sections and more than thirty panels, this international congress will focus on the key aspects of Islamic Theological Studies, i.e. textual scholarship, cultural and historical studies, intellectual history of Islam, religious education and practical theology, as well as linguistics and literary studies with a focus on Arabic. Furthermore, it includes an interdisciplinary section, spanning a number of different thematic areas.

The Center for Islamic Studies (Zentrum für Islamische Studien) will not only invite lecturers from Germany and abroad to present talks at the congress, but will also announce a Call for Papers for numerous panels, inviting experts in these fields to contribute with their papers. In addition, an opportunity to present projects will be offered. The congress addresses experts and people interested in the fields of Islamic theology and neighboring disciplines, such as Islamic Studies, Christian theology, philosophy, and law. The range of topics chosen, as well as the interdisciplinary and dialogical orientation, make this congress a future-oriented project aimed at stimulating discussion and research in the field of Islamic Theology.

Wer hat den Koran geschrieben?


Ursprünglich veröffentlicht auf Lesewerk Arabisch und Islam:

Manche Muslime werden diese Frage vielleicht beantworten mit: „Gott“. Theologisch geschulte Muslime werden vermeiden wollen Gott als Autor zu nennen und etwas sagen wie: „Der Koran ist Gottes Buch, der Koran kommt von Gott.“
Dass der Koran von Gott kommt, ist eine Überzeugung, die nahezu alle Muslime gemeinsam haben. Auch ein moderner Textwissenschaftler wie Nasr Hamid Abu Zaid, der einsah, dass Sprache und Gestaltung des Korans sehr menschlich sind, zweifelte nicht daran, dass der Inhalt göttlich sei. Nur ganz moderne, liberale Muslime haben vielleicht etwas anderes im Kopf. Ich habe die marokkanische Autorin Fatima Mernissi mal bei der Aussage ertappt: „Mohammed hat gesagt … ,“ und dann folgte ein Koranvers. Wenn ich die Stelle wiederfinde, werde ich sie hier aufschreiben. Die Vorstellung aber, dass Gott der Autor des Korans wäre, also dass er sich quasi hingesetzt hätte, um ein Buch zu schreiben, passt nicht zur islamischen Gottesauffassung. Schreiben ist eine…

Original ansehen noch 618 Wörter

Wegweiser statt starres Regelwerk. Lesearten des Korans (Deutschlandfunk)


Die Botschaft des Korans und die Moderne müssen sich also keineswegs widersprechen. Ohnehin sei es so, schreibt Ömer Öszoy, dass sich nur etwa zehn Prozent dessen, was der Koran aussagen will, wirklich in den heiligen Texten finden lasse, der Rest sei vor dem Hintergrund der jeweiligen Zeit interpretationsbedürftig. Deshalb, so der Frankfurter Theologe, müsse man den Koran “als einen Fingerzeig in eine bestimmte Richtung” deuten. Als einen Wegweiser sozusagen, der eine Orientierung vorgibt, wohin der Weg geht. Problematisch wird es allerdings, wenn die Menschen auf den Finger schauen statt in die Richtung, in die der Finger weist.

 

mehr davon gibt es hier zu hören und zu lesen: Lesarten des Korans, Deutschlandfunk, 23.01.2014