Die islamistische Steinigung: ein modernes Phänomen


Lesewerk Arabisch und Islam

Wo es Steine gibt, wirft man damit—auch auf Menschen. In einem Armenviertel in Tetuan in Marokko bin ich mal von Jungs mit Steinen beworfen worden. Die Jungen waren klein und ihre Steine zum Glück auch. Überdies rief ein älterer Mann sie zur Ordnung; dann hörten sie auf und so kam ich unbeschädigt davon. In den Straßenkriegen zwischen Gruppen von Jungen im Jemen, so Michael Roes, wurde allen Ernstes mit Steinen geworfen; dabei gab es manchmal auch Schwerverwundete.1 Sie hatten dort noch keine mordlustigen Computerspielchen. Aus dem Norden kenne ich nur Schneeballschlachten, die von Spiel zu Ernst entarten konnten, sobald knallharte „Eisbomben“ mit einem Stein innen drin angefertigt und geworfen wurden.
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Erwachsene steinigen manchmal Menschen absichtlich in einem Volksgericht. Für die Täter ist das deutlich von Vorteil: weil sie eine Gruppe bilden, ist es nicht möglich festzustellen, wer letztendlich den tödlichen Stein geworfen hat. In Umgebungen, in denen Steinigung als Mord gilt…

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