Zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern


Ein nützliches Dossier zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern:

One thought on “Zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern

  1. Laut Definition von Wikipedia ist Völkermord durch die spezielle Absicht gekennzeichnet, auf direkte oder indirekte Weise „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören“.
    Juristisch ist versuchter Mord jedoch nicht wie vollendeter, bzw. gelungener Mord zu behandeln. Das armenische Volk ist nicht ausgerottet, sondern lebt in einem eigenen heute unabhängigen Staat im südlichen Kaukasus. Demnach wäre das, was die Türken im Ersten Weltkrieg mit den Armeniern machten, nur versuchter Völkermord.
    In der o. g. Definition solle bereits eine teilweise Zerstörung einer ethnischen Gruppe Völkermord sein, was jedoch der Logik und dem gesunden Menschenverstand widerspricht. Und wer bestimmt, wie weit „teilweise“ geht? Vergleicht man ein Volk mit einem Baum und sägt man in diesem Beispiel von einem Baum einige dicke Äste ab, so wachsen an ihrer Stelle zunächst dünne Zweige nach, die dann im Laufe der Zeit wieder zu starken, dicken Ästen werden; das kann man doch nicht dem Fällen oder Entwurzeln des ganzen Baumes gleichsetzen!
    Und was ist mit den anderen Völkermorden, die vor Einführung dieses Begriffes 1948 durch die UN begangen wurden, warum werden sie nicht als „Völkermorde“ bezeichnet, wie z. B. die systematische ethnische, kulturelle und religiöse Ausrottung der ersten Nationen („Indianer“) auf dem Gebiet der heutigen USA? Letztgenannter Völkermord ist sogar vollkommener als der nur teilweise an den Armeniern!
    Diese Feststellungen sollen nicht bedeuten, daß ich die Ungeheuerlichkeit des Verbrechens an den Armeniern schmälern möchte.
    Andere Völkermorde finden derzeit statt, ohne daß sie „Völkermord“ genannt werden, und ohne daß jemand dagegen einschreitet, wie der Völkermord an den muslimischen Rohingya in Myanmar (Birma), und vor allen derjenige an den Palästinensern. Auch wenn die Palästienser nach der sich abzeichnenden völligen Landnahme ihrer Heimat und Vertreibung durch die Zionisten außerhalb Palästinas in der Diaspora weiterleben können, so sind sie doch räumlich getrennt, und selbst in der „Ersatzheimat“ Jordanien ist ihre ererbte Kultur unter der Dominanz der transjordanischen weitgehend untergegangen.
    Warum also diese Überbetonung des sogenannten Völkermordes an den Armeniern? Weil die Türkei sich weigert, vor der „Weltgemeinschaft“ (USA und deren Vasallen) zu kuschen? Weil die Opfer Christen und die meisten der Täter Muslime sind? Der Hauptverantwortliche für die Vernichtung der türkischen Armenier, Talat Pascha, war jedoch nicht Muslim, sondern Freimaurer; warum fordert man da nicht auch ein Schuldbekenntnis von den Freimaurern, sondern nur von den türkischen Muslimen?!
    Diese ganze Heuchelei, die in dieser Frage und im Streit um die Bezeichnung „Völkermord“ jetzt betrieben wird, läßt mir speiübel werden.

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