Stammbäume Mohammeds


Lesewerk Arabisch und Islam

Genealogie ist in jeder Kultur ein hervorragendes Mittel die Vergangenheit rückwirkend ein wenig in Form zu pressen. Auch die alten Araber verstanden diese Kunst. Wenn zum Beispiel ein Stamm durch Aussterben oder Krieg so klein wurde, dass er nicht länger selbständig fortbestehen konnte, wurde er einem größeren einverleibt. Rückwirkend veränderte sich auch seine Ahnenliste. Wenn ein Vertrag zwischen Stämmen abgeschlossen wurde, entstanden wie von selbst Stammbäume, nach denen die beteiligten Stämme schon immer dieselben Urahnen gehabt hätten.
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Auch vom Propheten Mohammed sind Stammbäume überliefert worden. Es lassen sich drei Sorten erkennen:

  1. ein an der Bibel orientierter Stammbaum
  2. ein verkürzter, „entbibelter“ Stammbaum
  3. panarabische Stammbäume

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Biblischer Stammbaum
Ibn Isḥāq beginnt seine Prophetenbiografie (sira) mit einem „biblischen“ Stammbaum, der halb aus arabischen, halb aus hebräischen Namen besteht und über einige ältere Israeliten, darunter der Prophet Ibrāhīm (Abraham), bis auf Adam zurückgeht. So wollte man Mohammed in die biblische Geschichte einbetten.

  • Mohammed…

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