TV-Tipp: Gebetsruf über Eschweiler


Der aktuelle Forum am Freitag Beitrag ist recht interessant, kann ich empfehlen:

Gebetsruf über Eschweiler
Der Muezzin schallt über deutsche Dächer

In Eschweiler bei Aachen ruft seit kurzem jeden Freitag der Muezzin die Muslime zum Gebet in die Ditib-Moschee im Stadtzentrum. „Forum“-Moderator Abdul-Ahmad Rashid besucht in der Kleinstadt die Moscheegemeinde, den Bürgermeister und befragt auch die Bürger: Dort ist der Gebetsruf kein Aufreger. Aber wäre er das zum Beispiel im nahen Köln am Ditib-Hauptsitz?

Der Clip:

Gebetsruf über Eschweiler. Der Muezzin schallt über deutsche Dächer

One thought on “TV-Tipp: Gebetsruf über Eschweiler

  1. Der islamische Gebetsruf ist nicht nur eine Bekanntmachung an die unmittelbar anwesenden Menschen, daß die Zeit für das jeweilige Gebet eingetreten ist, sondern ist auch an andere Wesen, wie die Engel, gerichtet. So sagte der Prophet Muḥammad – Allah segne ihn und seine Familie und schenke ihnen Wohlergehen – zu einem Beduinen, der und weitab der anderen Menschen seine Schafe hütete, er solle dort den Gebetsruf ertönen lassen, auch wenn er allein sei. Mir sind deutsche und Muslime anderer Herkunft bekannt, die dies praktizieren, wenn sie in der Natur unterwegs sind und es Zeit zum Gebet ist, und mit lauter Stimme, jedoch ohne Lautsprecherverstärkung, zum Gebet rufen. Andere machen, wenn sie zu Hause, in den eigenen vier Wänden in gewöhnlicher Sprechlautstärke zum Gebet rufen, das Fenster etwas auf, damit möglicherweise vorübergehende Muslime und die genannten nichtmenschlichen Lebewesen den Gebetsruf – wenn auch leise – hören können.
    In der Anfangszeit des Islams war der Gebetsruf das Erkennungszeichen für die Muslime, wenn sie im Krieg dem Feind gegenüberstanden; war von ihm der Gebetsruf zu hören oder erwiderte er den Gebetsruf des muslimischen Heeres, so nahmen sie von einem Angriff Abstand. Im Großraum der jordanischen Hauptstadt Amman ist der Gebetsruf vereinheitlicht: er wird im Original nur in einer einzigen Moschee ins Mikrophon gerufen, und dann über den Qur’ān-Sender des Rundfunks an alle Moscheen im Gebiet ausgestrahlt, wo die Gebetsrufer nur rechtzeitig das Empfangsgerät und die Lautssprecheranlage einzuschalten brauchen. Aber auch hier ist die Lautstärke verbindlich geregelt, und die meisten Moscheen unterstehen dem Ministerium für Islamische Heiligtümer, Stiftungen und Angelegenheiten.
    Für mich ist die BRD immer noch ein „stummes“ Land, in dem der Gebetsruf nicht öffentlich fünfmal am Tag zu hören ist. Insbesondere der Ruf zum Frühlichtgebet erscheint mir wichtig, da er zu früher Stunde nicht – wie der Gebetsruf zu den anderen Zeiten – vom Lärm des Straßenverkehrs, der Maschinen und Menschen übertönt wird, und dazu angetan ist, einen aus dem warmen Bett förmlich hinzuziehen, um sich zur Moschee zu begeben. Erst wenn dieser Gebetsruf auch in der BRD zu hören ist, dürfte man vielleicht sagen dürfen, daß der Islam in Deutschland „angekommen“ ist.

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