Der Krieg in Palästina sorgt für aufgewühlte Gemüter. Auf beiden Seiten. Hamas Beschuss zu hinterfragen kann dafür sorgen, das manche Rot sehen. Zumindest es als unsensibel sehen, weil die Zivilbevölkerung fürcherlich unter dem israelischen Beschluss leidet. Da in Israel wieder Wahlen sind, ist das Argument der Selbstverteidigung nicht ganz überzeugend. Hier zu spekulieren, bringt jetzt auch nichts. Der Beschuss hält an, viele Zivilisten sterben.

In dieser ganzen Emotionalität stellen sich auch Muslime unbequemen Fragen. Khalil Breuer stellt solche eine in seinem Kommentar in der IZ:

Die Frage der Vernunft – nach dem Desaster der letzten Jahre – muss aber erlaubt sein: Was wäre eigentlich der Nachteil für die palästinensische Bevölkerung, wenn die Hamas die Waffen niederlegen würde und die Palästinenser sich auf einen reinen zivilen Widerstand konzentrieren würden?

und kommt zu dem Schluss:

Die Antwort ist offensichtlich, denn die sinnlose Strategie des Terrors und der Bewaffnung ist allein für die Hierarchien der Hamas selbst nützlich.

So wie ich es verstehe, geht es hier nicht darum das Recht auf Verteidigung zu negieren. Nur was nützt es, wenn im Gegensatz die IDF massiv zurückschlägt und viele Palästinenser ihr Leben verlieren. Nur damit sich einige aus der Hamas auf die Schulter klopfen und in martialischen Reden über diese Leben hinweg ihren völlig überschätzen Heroismus fröhnen können.

Eine Bevölkerung, die zwischen der Unterdrückung durch Israel und Hamas unendlich leiden und bluten muss und ständig zur Zielscheibe von Befindlichkeiten wird verdient eine Perspektive, die in der Errichtung von Infrastruktur und ausreichender Versorgung realisiert wird. Aber solange Israel diese Infrastruktur platt macht und die Hamas sich im religiösen und nationalen Wahn suhlt, wird es diese Perspektive nicht geben.

Oder wie es mal jemand gesagt hat: Staatsterrorismus trifft auf Staatsgründungsterrorismus!