In einem IZ-Interview mit Prof. Mouhanad Khorchide zur akademisch-islamischen Lehre in Deutschland, äußert  Khorchide unter Anderem folgendes:

Die Frage der Gelatine ist ein gutes Beispiel. In der islamischen Jurisprudenz gibt es das Prinzip von „Istihala“, wenn sich also die Eigenschaften eines Stoffs so verändern, dass er nicht mehr erkennbar ist, dann bekommt dieser Stoff eine andere normative Behandlung. Das ist zum Beispiel bei Schweineteilen der Fall, die zu Gelatine verarbeitet werden, welche oft in Süßigkeiten enthalten sind, da der Anteil an Schweinprodukten nicht mehr die ursprünglichen Eigenschaften hat. Es gibt auch sehr viele entsprechende Fatwas, die Gelatine erlauben. Im Volksglauben ist diese theologisch viel haltbare Meinung aber kaum bekannt.

Da bestimmt nachgefragt wird, besagte Fatwa (pdf) (nur arabisch, Übersetzung folgt bald).