Zu Weihnachten gibts Elitetheologen und Gelatine!


In einem IZ-Interview mit Prof. Mouhanad Khorchide zur akademisch-islamischen Lehre in Deutschland, äußert  Khorchide unter Anderem folgendes:

Die Frage der Gelatine ist ein gutes Beispiel. In der islamischen Jurisprudenz gibt es das Prinzip von „Istihala“, wenn sich also die Eigenschaften eines Stoffs so verändern, dass er nicht mehr erkennbar ist, dann bekommt dieser Stoff eine andere normative Behandlung. Das ist zum Beispiel bei Schweineteilen der Fall, die zu Gelatine verarbeitet werden, welche oft in Süßigkeiten enthalten sind, da der Anteil an Schweinprodukten nicht mehr die ursprünglichen Eigenschaften hat. Es gibt auch sehr viele entsprechende Fatwas, die Gelatine erlauben. Im Volksglauben ist diese theologisch viel haltbare Meinung aber kaum bekannt.

Da bestimmt nachgefragt wird, besagte Fatwa (pdf) (nur arabisch, Übersetzung folgt bald).

One thought on “Zu Weihnachten gibts Elitetheologen und Gelatine!

  1. Gemeinhin wird der Islam Religion genannt, einige bezeichnen ihn als Ideologie, um ihre Islamfeindlichkeit nicht gegen eine „Religion“ zu richten. Für einen gewissen zum Islam konvertierten Deutschen ist der Islam ein „Gefühl“, das Empfinden der Verbundenheit mit seinem Schöpfer und Herrn, und Ihm in Liebe und Dankbarkeit zu dienen. Er sagt, wozu sollte er da beim Begriff Islam zunächst an Strafen denken, wo er Ihm doch aus Liebe dienen will und nicht aus Furcht vor Seiner Strafe, und nicht daran denkt, Ihm ungehorsam zu sein und Sünden zu begehen. Und falls er unwissentlich oder versehentlich gegen Allahs Vorschriften verstoßen sollte, so wird dieser es ihm verzeihen, da er es nicht wissentlich und vorsätzlich getan hat. Ist nicht die größte Strafe, die Liebe zu Allah zu verlieren und dadurch wiederum Seine Liebe zu einem?
    Über die Heuchler sagt Allah: „Sie haben Allah vergessen, und so hat Er sie vergessen (d. h.: mißachtet)“ [Sure 9 at-Tauba 67] und warnt weiterhin: „Und seid nicht wie diejenigen, die Allah vergessen haben und die Er dann sich selbst hat vergessen lassen. Das sind die Frevler“ [Sure 59 al-Ḥašr 19].
    Vielleicht geht das, was Prof. Mouhanad Khorchide sagen will, in diese Richtung, doch hätte er in seiner Aussage: „…den Islam nicht als Quelle von Gesetzen verstehen„ wohl besser das Wort „nur“ hinzufügen sollen: nicht nur als Quelle von Gesetzen. Gewiß ist der Islam auch eine Quelle von Gesetzesvorschriften, diese machen jedoch nur einen kleinen Bestandteil aus und sollten eigentlich nicht im Vordergrund stehen, werden jedoch sowohl von den Feinden des Islams (so wird in einer alten Koranübersetzung dieser als „das Gesetzbuch der Türcken“ betitelt, obwohl die Gesetzesvorschriften im Qur’ān nur einen verhältnismäßig kleinen Teil des gesamten Inhalts ausmachen) als auch solchen Muslimen in den Vordergrund gerückt, die die sprituelle und ethische Dimension der islamischen Religion nicht zu erkennen vermögen oder ihr keinen Wert beimessen.

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