Panoptikum Deutschland 1


Gerade eben habe ich den neusten Blogbeitrag von Hakan Turan gelesen, der mir gefallen hat. Es geht dort um die Türkei, aber er hat mich auf etwas gebracht, was schon seit längerem auch hier in Deutschland zu beobachten ist: Identitätsfindung der Muslime in Deutschland. Dabei geht es natürlich nicht nur um Individuen, sondern um Gemeinschaften und Organisationen. Vor einiger Zeit hatte ich die Liberal vs. Konservativ Debatte auf meinem Blog verlinkt und am Ende auch auf eine ähnliche Diskussion in der Türkei verwiesen. Wenn ich jetzt zurückschaue auf diesen hitzigen Schlagabtausch in Facebook und den Medien, der manchmal auch persönlich wurde, so fällt mir auf, das hier zum ersten mal Personen diskutierrn, die nicht (nur) in Verbänden tätig sind. Dort sind keine Reden von Pulten oder Sitzungen zu vernehmen, die wir abends dann im TV anschauen können. Zwar gab es für diese Möglichkeit die Deutsche Islamkonferenz, aber die eigentlichen Diskussionen entzündeten sich gerade zu dieser Konferenz und brachte eine Lawine ins Rollen, die heute noch anhält. Eine Debatte, die sich von den Verbänden deutlich emanzipieren konnte und die Kluft zwischen Verbandsfunktionären und „normalen“ Bürgern deutlich werden ließ.

Wie kann ich das verdeutlichen? In einem älteren Beitrag hatte Hakan Turan im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz auf das Obrigkeitsdenken von (türkischen) Jugendlichen hingewiesen. Ein ähnliches Verhalten beobachte ich schon seit langem bei unseren islamischen Verbänden. Während Hakan das Desinteresse gepaart mit Obrigkeitsdenken beklagte, unterscheidet es sich beim organisierten Islam (ich will fair bleiben, bei einigen Verbänden) etwas. Hier spielt nicht so sehr das Desinteresse eine Rolle, sondern der Konformismus und das mangelnde Bewußtsein als Bürger auch Rechte in Anspruch zu nehmen. Ja genau Rechte in Anspurch zu nehmen!

Nicht die Rechte auf Religionsunterricht oder ähnliches. Sondern das Recht und Pflicht eine Meinung zu haben und dafür auch unangenehm aufzufallen und das Abseits in Kauf zu nehmen! Die Pflicht als unabhängige Variabel zu agieren, nicht als abängige. Zu agieren, nicht nur re-agieren. Das ganze Elend ist noch sehr aktuell. Schaut man sich x-beliebige Auseinandersetzungen mit dem Staat an (oder in den Bundesländern), bin ich jedes mal entsetzt mit welcher Inkompetenz diese Leute irgendwelchen Dingen zustimmen und später dann wieder ihre Zweifel haben, weil sie merken, das sie sich wohl ständig über den Tisch ziehen lassen (kritik hier). Jedesmal muss ich den Kopf schütteln über die Anzugträger der Verbände, deren einzige Motivation nur noch darin besteht auf wichtigen Konferenzen zu erscheinen oder mit der hohen Politik sich im gleichen Raum aufzuhalten. Vielleicht ergattert man ein gemeinsames Bild mit dem Innenminister. Sowas steht dann umrahnt im Dienstzimmer sehr gut und so gibt man(n) an bei Gästen.

Es ist ja nicht so, dass die Gegenseite keine Fehler macht und Lippenbekenntnisen Taten folgen lässt, aber sie müssen keine Konsequenzen in Kauf nehmen. Warum auch? Während Ministerien mit Experten bestückt sind, fehlt bei den meisten Verbänden diese Kompetenz. Ich habe sehr oft mein Zweifel, ob es da Leute gibt, die einen Text lesen und verstehen. Natürlich dann auch diskutieren. Überhaupt die Entscheidungskompetenz vorweisen und nicht erst irgendwo hintelefonieren müssen. Ich habe meine Zweifel, ob es da Referenten gibt, die sich mit dem jeweiligen Rechtsbereich auskennen. So kommt es zu vorschnellen Einwilligungen, und späteren Enttäuschungen, weil man plötzlich merkt welchem Schrott man da zugestimmt hat. Und ich bezweifle auch, dass es den Herren wirklich um die Muslime geht. Zuerst geht es um die Interessen der Verbände selbst. Der Koordinationsrat der Muslime ist dafür ein Indiz. Diese Plattform der Verbände hat im Laufe der Zeit nach seiner Gründung mehr oder weniger  gearbeitet und hat meiner Meinung nach keine positive Bilanz aufzuweisen. Nun gut Mustafa Yeneroglu meint es wäre positiv, dass es diese Plattform gibt, wenn man bedenkt, wie lange sich viele Verbände spinnefeind waren. Dem kann ich durchaus zustimmen, aber damit hat es sich schon auch. Man kann auch darüber hinwegsehen, das dieses Gremium nur auf Druck der Politik zustandegekommen ist. Was hat er genützt? Er war mehr Debattierclub und weniger eine starke Organisation, die gemeinsame Sache macht. Noch schlimmer ist die Tragödie, die sich bei deren Sitzungen abspielt und die mangelnde Solidarität untereinander. Da bestimmten Verbände der nötigen Mum fehlte, konnten sie sich bei der zweiten Deutschen Islamkonferenz nicht gegen die Politik durchsetzen und für Prinzipien zu einstehen und so gab man der Versuchung nach die Wärme des Staates weiter in Anspruch zu nehmen. Ich weiß nicht ob das Feigheit, Obrigkeitsdenken oder einfach nur Opportunismus war. Es war erbärmlich. Die KRM brach im Angesicht der zweiten Deutschen Islamkonferenz und der Öffentlichkeit auseinander. Ein Teil blieb draußen, der andere Teil durfte mit dem Innenminister Kaffee auf Kosten des Staates trinken.

Der Schaden war angerichtet. Das ganze Elend setzt sich natürlich fort. Der Staat ruft, die dackeln hin und nicken alles ab. Das war doch ein Signal nach Veränderung und Eigeninitiative! Und er wurde erhört. Muslimische Blogger/Akademiker/Journalisten usw. führten und führen immer noch auf verschiedenen Plattformen (Facebook, Zeitungen, Blogs) die nötigen Gespräche und Debatten. Es gibt da zahlreiche Idee, z. B. die Idee einer Alternativen Islamkonferenz. Mein Kumpel Ahmad Rashid vom ZDF hatte die tolle Idee eines muslimischen Kirchentages, genauso wie bei den Kirchen. An Ideen fehlt es nicht. Wie so oft, braucht es dafür die Basis, Planung und das liebe Geld. Die Basis sind die Muslime, das einfache Volk. Eine sehr schwierige Komponente, weil die Leute mobilisiert werden sollten. Idealeweiße sollten das die Verbände tun. Wenn sie es tun würden, hätte ich diesen Beitrag nicht geschrieben. Wie schon gesagt, es gibt hier schon Diskussionen zwischen Muslimen. Die Planung hängt natürlich mit Kompetenz zusammen und einer realistischen Umsetzung durch viele Leute, sprich Organisationen. Alles das wird ohne Geld nicht möglich sein. Irgendwoher muss es ja kommen. Es hat sich schon bei einigen Protagonisten umgesprochen, das es nur mit dem Bau von Moscheen nicht getan ist. Es müssen Begegenungstätten geschaffen werden, Akademien wie sie die Volkskirchen haben. Die DITIB hat angeblich solche Pläne, ich kann nur hoffen, das es sich etwas ziviles entwickelt, ohne den „staatstragenden“ Charakter, der diesem Verein nachgesagt wird (wobei ich da ziemlich pessimistisch bin).

Das Geld für Akademien, Islamkonferenzen oder muslimische „Kirchentage“ wäre bestimmt schnell gefunden. Wenn solche revolutionären Ideen dem normalen Muslim vorgestellt würden, dann hätten sie kein Problem damit es zu unterstützen. Trotz aller berechtigten Kritik am Obrigkeitsdenken und Desinteresse, glaub ich, das man sie für orginelle Idee wie diese begeistern kann. Schließlich geht es um sie, sie kommen darin vor! Sie sind Subjekt und Objekt dieser Ideen.

Solche Veränderungen provozieren natürlich auch die Selbstreflexion und die Positionierung gegenüber der Politik oder dem Staat. Diskussionen ob der Islam demokratiekompatibel ist oder nicht, was konservative und liberale Muslime sind und und und,  sind nur die nötigen Justierungen in der zu entwickelnden Software für diese gesellschaftlichen Projekte. Diese Diskussionen sind wohl noch schmerzlicher als die mit dem Staat, da sie das Selbstverständnis in Frage stellen und uns drängen selbst von Außen zu betrachten. Wir hinterfragen Traditionalismus, Modernismus, Fundamentalismus, die Rolle der Frau (und hoffentlich des Mannes), den Koran, die Hadise, den Propheten und ob wir Zinsen nehmen können oder nicht. Ich gebe zu, vieles was da manchmal zu Tage gefördert wird lässt mir die Haare zu Berge stehen. Erschwerend kommt hinzu, das viele dieser inhaltlichen Diskussionen keine „neuen“ Debatten sind, sondern welche die in islamischen Herkunftsländern schon seit langem geführt werden. Hier treffen sie nochmal auf veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Hier gibt es Muslime, die ganz anders sozialisiert sind als z. B. in der Türkei oder Ägypten (oder X). Demnach sind auch die Antworten auch anders. Es ist schwer gleichzeitig theologische Debatten der Türkei zu führen und dann das gleiche Problem auf Deutschland zu applizieren. Dort werden Schemata in Fragen gestellt, die für die hiesigen Muslime aber selbstverständlich sind. Ich plädieren für mehr Eigenständigkeit ohne die Probleme und Themen aus den Augen zu verlieren, die andere Muslime in islamischen Ländern bewegen.

Es wäre unfair, wenn ich nur Dampf ablasse. Ist ja nicht so, als gäbs gar nichts Gutes. Im Gegenteil es gibt sehr viel gutes, das leider in den Feuilltons der medialen Hochkultur (!) nicht vorkommt (wahrscheinlich besser so). Da gibt es zahlreiche Initiativen wie z. B. Zahnräder-Netzwerk oder das Zukunftsforum Islam in Brühl, wo ich viele gute Freunde hinzugewonnen habe. Es gibt islamische Medien, die Islamische Zeitung, muslime.tv , Migazin, Horizonte (Zeitschrift für muslimische Debattenkultur) oder das Sendeformat im ZDF „Forum am Freitag“ . Und viele, die mir jetzt gerade nicht einfallen, was deren Wert natürlich nicht schmälert. Aber mehr dazu in der Fortsetzung.

4 thoughts on “Panoptikum Deutschland 1

  1. Du sagst:
    „Mein Kumpel Ahmad Rashid vom ZDF hatte die tolle Idee eines muslimischen Kirchentages, genauso wie bei den Kirchen. An Ideen fehlt es nicht. Wie so oft, braucht es dafür die Basis, Planung und das liebe Geld. Die Basis sind die Muslime, das einfache Volk. Eine sehr schwierige Komponente, weil die Leute mobilisiert werden sollten.“

    Leider versuchen nicht wenige Seiten die sog. „Basis“ zu formen, wie es ihnen beliebt. Ahmad Rashid ist ein sehr gutes Beispiel hierfür. Nicht nur, wie und wen er im zdf interviewt sind jeweils Hinweis darauf, welche persönliche Präferenz er an den Tag legt. Ich kann mich an eine Situation beim „Zukunftsforum Islam“ vor zwei Jahren (?) erinnern, bei der just dieser Ahmad Rashid sich beschwerte, dass im Plenum zu viele „Kopftücher“ wären! (wir haben dann nachgezählt und kamen auf eine Rate von 50% der Frauen, die ein Kopftuch trugen – nicht dass es irgend einen Unterschied machen würde!)

    Was ich damit sagen möchte: Die sog. „Basis“ liegt im Auge des Betrachters – und leider wird sie vom Sponsor definiert! Die IGD (Teil des ZMD) hatte vor einigen Jahren mit großangelegten „Jahrestreffen“ mit Popstar-Auftritten, Festrednern und Busse-Organisieren aus ganz Deutschland etwas Ähnliches wie einen Kirchentag versucht (ich glaube, das setzen sie auch fort). Die igmg hat diverse Aktivitäten über ganz Deutschland verteilt. Aber natürlich sind es jeweils bestimmte Gruppen, würde man anmerken! Nur: es sind auch nur sehr bestimmte Menschen, die beim „Zukunftsforum“ oder dem „Forum am Freitag“ dabei sind.

    Ich stimme nicht mit dir überein, dass die Diskussionen unter Muslimen sich erst heute von den Verbänden emanzipieren. Die Verbände haben noch nie den Anspruch gezeigt, eine Diskussion leiten zu wollen. Das ist gut, weil sie dadurch keine Diskussion bevormunden. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch schlecht, da sie dadurch sehr oft eine Distanz zur Basis aufbauen. Nur: man muss sich darüber einig werden, was die Basis ist: Sind es alle Muslime, quasi die Ummah in Deutschland? Seien wir mal ehrlich, ich finde die evangelische Akademie auch ganz toll, aber würde nicht sagen, dass sie erheblich dazu beiträgt, dass die Distanz zwischen der Vertretung und der Basis schrumpft. Akadamien sind soweiso oft genug Mittel, um den „Pöbel“ vor der Tür zu lassen, während man im Eifelturm debattiert. Der „Pöbel“ ist aber (großer) Teil der Basis!

    Aber Akademien haben trotzdem einen wesentlichen Vorteil: sie bringen Menschen zusammen. Die „muslimische Akademie“ allerdings hatte vor einigen Jahren (fünf?) eine Blütezeit – während sie vom Bund finanziert wurde! Eine wahre Anbindung gab es zwischen den doch „hand-picked“ Mitgliedern und der Basis kaum. Viel Arbeit wurde auch nicht geleistet. Jetzt, wo der Großteil der Geldquellen versiegt sind, bleibt nur das Versprechen auf der Seite der „Akademie“, dass sie „mit verschiedenen Projekten“ einen Beitrag leisten „werden“!

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  2. @Omar

    Was ich damit sagen möchte: Die sog. „Basis“ liegt im Auge des Betrachters – und leider wird sie vom Sponsor definiert! Die IGD (Teil des ZMD) hatte vor einigen Jahren mit großangelegten „Jahrestreffen“ mit Popstar-Auftritten, Festrednern und Busse-Organisieren aus ganz Deutschland etwas Ähnliches wie einen Kirchentag versucht (ich glaube, das setzen sie auch fort). Die igmg hat diverse Aktivitäten über ganz Deutschland verteilt. Aber natürlich sind es jeweils bestimmte Gruppen, würde man anmerken! Nur: es sind auch nur sehr bestimmte Menschen, die beim „Zukunftsforum“ oder dem „Forum am Freitag“ dabei sind.

    Im Nachhinein hab ich davon gehört. Aber damals wusste ich davon nichts. Ich denke heute würde sich keiner dem verschließen.
    So ein Tag der Muslime müsste daher auch in Kooperation mit mehreren Verbänden gemacht werden. Ist natürlich auch eine Sache der PR und das kann man bei Moschee gut machen, wenn man nur will. Vielleicht sollte ich hinzufügen, das hier auch die unabhängigen Moscheegemeinden eine Rolle spielen sollten. Immer kommen nur diese „großen“ Organisationen ins Blickfeld.

    Leider versuchen nicht wenige Seiten die sog. „Basis“ zu formen, wie es ihnen beliebt. Ahmad Rashid ist ein sehr gutes Beispiel hierfür. Nicht nur, wie und wen er im zdf interviewt sind jeweils Hinweis darauf, welche persönliche Präferenz er an den Tag legt. Ich kann mich an eine Situation beim „Zukunftsforum Islam“ vor zwei Jahren (?) erinnern, bei der just dieser Ahmad Rashid sich beschwerte, dass im Plenum zu viele „Kopftücher“ wären! (wir haben dann nachgezählt und kamen auf eine Rate von 50% der Frauen, die ein Kopftuch trugen – nicht dass es irgend einen Unterschied machen würde!)

    Ich denke das liegt aber in der Sache der Natur. Pierre Vogel versucht auch die Basis zu beeinflussen. Das ist natürlich irgendwo auch ein Wettbewerb. Da wird auch Ahmad und solche, die ein ähnliches Verständnis wie er haben zum Zuge kommen. Das gehört zur Pluralität dazu, solange die Konflikte auch ausgetragen diskursiv ausgetragen werden hab ich kein Problem, dass es einen Pierre Vogle gibt, das es mich gibt, das es Ahmad gibt, und sogar das es Seyran Ates gibt. Wenn die austeilen müssen sie auch einstecken. So einfach.

    Ich stimme nicht mit dir überein, dass die Diskussionen unter Muslimen sich erst heute von den Verbänden emanzipieren. Die Verbände haben noch nie den Anspruch gezeigt, eine Diskussion leiten zu wollen.

    Die Verbände müssen diesen Anspruch auch nicht erheben, faktisch sind nur sie relevant. Oder zumindest ist es vielen Muslimen recht gleichgültig, was da im organisierten Bereich so geschieht. Das meinte ich.

    Seien wir mal ehrlich, ich finde die evangelische Akademie auch ganz toll, aber würde nicht sagen, dass sie erheblich dazu beiträgt, dass die Distanz zwischen der Vertretung und der Basis schrumpft. Akadamien sind soweiso oft genug Mittel, um den „Pöbel“ vor der Tür zu lassen, während man im Eifelturm debattiert. Der „Pöbel“ ist aber (großer) Teil der Basis!

    Omar das mit der Akademie ist ja auch nur ein Beispiel. Die Muslime in der Gesellschaft gehören verschiedenen Schichten an. Daher wird es auch viele Formen des Dialogs und des Austausches geben. Die Akademie wird auch nicht jedem gerecht werden, muss es auch nicht.. Wobei es gibt Akademien mit Erwachsenenbildung und welche, die sich nur auf akademischen Niveau tätigen (wie die Diözese Rottenburg-Stuttgart). Ich habe selbst schon Schulungen und Seminaren bei Akademien abgehalten (bei evangelischen und katholischen). Der Pöbel mischt da ordentlich mit. Die Erwachsenenbildung richtet sich an sie und es ist sehr erfolglreich. Und mal ganz ehrlich unsere Väter und Mütter können sowas gebrauchen.

    Aber Akademien haben trotzdem einen wesentlichen Vorteil: sie bringen Menschen zusammen. Die „muslimische Akademie“ allerdings hatte vor einigen Jahren (fünf?) eine Blütezeit – während sie vom Bund finanziert wurde! Eine wahre Anbindung gab es zwischen den doch „hand-picked“ Mitgliedern und der Basis kaum. Viel Arbeit wurde auch nicht geleistet. Jetzt, wo der Großteil der Geldquellen versiegt sind, bleibt nur das Versprechen auf der Seite der „Akademie“, dass sie „mit verschiedenen Projekten“ einen Beitrag leisten „werden“!

    Also die meisten Muslime habe ich bei Akademien kennengelernt. Und ich war deswegen auch immer so beeindruckt. Warum keine Plattform schaffen, wo Muslime zusammenkommen und das vielleicht Bundesweit?

    Wo ich Dir recht gebe, ist diese „Muslimische Akademie“, die irgendwann von der Bildfläche verschwunden ist. Und daran zeigt sich auch das Problem. Man kann sowas nicht total von oben anordnen. Wer hat denn diese Gründung dieser Akademie mitbekommen? Das war eine Totgeburt, völlig unzureichend mit Finanzmitteln ausgestattet. Es war doch klar, das es so kommt.

    Omar vielleicht sollten wir auch akzeptieren, das eine völlige Harmonie oder Akzeptanz von Organisationsformen seitens der Basis nicht geben wird. Der akademische Dialog z. B. mit Christen und Juden oder überhaupt mit Wissenschaftlern ist für die meisten im Volk uninteressant.
    Es wird beides geben. Es wird die klassischen Sufi-Orden geben mit traditioneller Unterweisung, die Moscheegemeinde die sich organisiert, der theologische Austausch und welche die sich nur in den Medien oder Blogs abspielt.

    Das Zauberwort heißt Pluralität und Gleichzeitigkeit!

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  3. du schmeißt hier mit Fremdwörtern rum aber schön wäre es, wenn diese in vollständigen und korrekten Sätzen formuliert wären, dem ist nicht so.Schade, dass deine „tolle“ Kritik, deine Gedanken, sowie Ideen dabei ihren Wert verlieren. Übrig bleibt folgender Eindruck: da spinnt jemand, der geltungsbedürftig ist, irgendwas vor sich rum und schreibt ohne zusammenhängende Sätze.

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  4. @ Güven

    Was ist denn das für eine blecherne Antwort auf Serdars Posting? Wo sind denn die Fremdwörter, mit denen er rumschmeißt, die in den Veröffentlichungen zu den hier angesprochenen Themen ohnehin nicht oft verwendet werden? Inwieweit sind denn Serdars Sätze inkorrekt, dass dies zu Ihrem Hauptkritikpunkt wirkt? Eine seltsame Form der Diskursführung ist das. Abgesehen davon verwenden Sie selbst Wörter, die nicht einmal der Duden kennt („vor sich rumspinnen“), und Ihr Satzbau ist auch äußerst sperrig. Nicht, dass das sehr wichtig für Kommentare im Internet wäre – aber wer derart besserwisserisch daherkommt, sollte schon etwas merklich Besseres zu bieten haben, bevor er der Welt gutes Deutsch beibringt.

    Der Vorwurf des Bedarfs nach Geltungsdrang zeugt meistens von Neid und blanker Missgunst. Meiner Beobachtung nach wird er meist dann erhoben, wenn man aus irgendeinem Grund die eigentlichen Aussagen eines Autors nicht diskutieren will bzw. kann, weil man entweder nicht versteht, worum es geht, oder weil man keine zwei Sätze formulieren kann, die auf konkrete Inhalte des Gegenübers eingehen, diese prüfen und bekräftigen oder abschwächen.

    Also: Zeigen Sie doch mal Ihre eigene sprachliche Brillanz und Ihren inhaltlichen Durchblick mit einem Kommentar, der sich auf das Thema hier bezieht und sich nicht auf inhaltsarme Phrasendrescherei in vier Sätzen beschränkt! Serdar zensiert keine Gegenmeinungen – das ist doch eine Gelegenheit: Tragen Sie zur Diskussion bei, ohne das Nieveau des Gesprächs herabzusetzen! Erklären Sie, wie es sich wirklich verhält mit dem Thema aus Serdars Darstellung! Zeigen Sie, wie „toll“ Ihre inhaltliche Kritik ist, sofern Sie denn eine haben.

    Ich würde mich sehr freuen das zu lesen, und das meine ich jetzt nicht zynisch…

    Und sehen Sie mir meine Kleinlichkeit nach – mir liegt etwas daran, dass nicht der am lautesten Brüllende, sondern der am besten Argumentierende in unseren Diskussionen die Oberhand gewinnt. Sonst machen wir doch genau das, was wir den Türkenhassern und Moslemverachtern von PI und Konsorten immer wieder und auch zurecht vorwerfen.

    Können Sie das nachvollziehen?

    Gruß & Selam,
    Hakan

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