Wie kam es dazu? Wer will das wissen? Und warum? Und wer fragt da? Dirk Baecker. Soziologe und schreibt sonst viel unverständlicher als sein Lehrer Luhmann. Was hat einer wie er zur Finanzkrise zu sagen? Dirk Baecker sondiert in der TAZ die Gründe und Fehler, die zur aktuellen Finanzkrise geführt haben sollen. Und er hat einiges auf Lager:

Es sind zwei Regeln, deren Verletzung zum Ausbruch der Krise geführt hat und deren Wiedereinsetzung den Verlauf der Krise unter Kontrolle zu bringen beginnt. Sie lauten: Märkte sind dann effizient, wenn die Händler, die auf ihnen agieren, über eine Nullintelligenz verfügen. Und die Wirtschaft ist dann gesellschaftlich funktionsfähig, wenn finanzielle Entscheidungen im Zeichen einer Nullsummenkonstanzprämisse stattfinden. Alle Beteiligten müssen davon ausgehen können, dass den einen nur dann etwas gegeben werden kann, wenn den anderen etwas genommen werden kann. Die beiden Regeln stehen auf den ersten Blick im Widerspruch zu auf der Hand liegenden Fakten. Deshalb ist es leicht, Verstöße gegen sie für hinnehmbar zu halten. Beide Regeln sind jedoch auf den zweiten Blick unverzichtbar, weil sie Randbedingungen des Gesamtsystems „Wirtschaft der Gesellschaft“ formulieren.

Und jetzt interessierts mich, was die GSP‚ler zu diesem systemtheoretischen Geschwurbel zusagen haben? Möchten sie vielleicht MPunkt? (via)