Kontroverse zum Islam und Koran / Koran controversy


Hinweise auf weitere Quellen sind erwünscht (→ Kontaktformular)

Seit einigen Jahren gibt es in der Islamwissenschaft heftige Debatten zum Koran und seine Entstehung. Eigentlich hat es die schon immer gegeben, allerdings erst mit dem Erscheinen von Die syro-aramäische Leseart des Koran von Christoph Luxenberg hat sich die Debatte verschärft. Konkret geht es hier um eine alternative Deutung bestimmter Verse. Aber im Laufe der Auseinandersetzung hat sich die Debatte auf den Ursprung und Historizität der Heiligen Schrift ausgeweitet.

Mittlerweile sind auch fünf Bände Der frühe Islam (2007), Die dunklen Anfänge (2007), Vom Koran zum Islam (2009), Schlaglichter: Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (2008), Die Entstehung einer Weltreligion I (2010) Die Entstehung einer Weltreligion II (2012)Die Entstehung einer Weltreligion III (2014) aus der Gruppe um Karl-Heinz Ohlig erschienen, zu der Prof. Gerd Puin, Christoph Luxenberg, Volker Popp und Markus Groß gehören. Die Gruppe hat jetzt auch eine eigene Homepage. Und es dauerte auch nicht lange, bis die ersten Rezensionen erschienen sind. Egal was man im einzelnen über die Thesen denkt, die Debatte hat Leben in die Islamforschung gebracht.

Zu den Büchern und Debatten habe ich einfach mal einige Links zusammengestellt:

Books (Auswahl):

German:

Hier möchte ich vier muslimische Reaktionen zum Projekt Corpus Coranicum erwähnen:

English:

Turkish:

13 thoughts on “Kontroverse zum Islam und Koran / Koran controversy

  1. Dieser Beitrag „Kontroverse über den Koran“ konzentriert sich zu sehr auf das Projekt „Corpus Coranicum“, obwohl dieses Projekt bisher noch kein vorzeigbares Ergebnis gebracht hat. Dagegen liegt Luxenbergs Buch sein 2000 vor – ohne daß seine Gegner seither sich der Aufgabe unterzogen hätten, seine Koranemendationen Punkt für Punkt zu überprüfen.

    Ich verweise auf http://www.christoph-heger.de/Christoph_Luxenberg.html, wo sich die nach meiner Kenntnis umfangreichste Zusammenstellung von Rezensionen zu Luxenbergs Buch befindet.

    MfG
    Christoph Heger

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  2. Pingback: Glaubensinhalte in der Diskussion 2 « Serdargunes' Blog

  3. Vielen dank erstmal. Nach allem was ich weiß ist in der Islamwissenschaft auch international die Gruppe um luxenberg in der extremen Minderheit. Und zwar NACH eingehender Prüfung der Thesen, die einfach nicht gut genug fundiert waren, neben philologischen schwächen von luxenberg. Gut war daran wie oben gesagt die mediale Öffentlichkeit, die neuen Schwung brachte und durchaus die eine oder andere These dieser gruppe, die diskussionswürdig sind. Aber insgesamt ist zumindest luxenberg und auch teile von oblig von der Wissenschaft zurück gewiesen worden. ein wenig habe ich auch einige punkte nach Prof. Eich in den Wikipedia Artikel von luxenberg eingepflegt, sofern nicht inzwischen wieder gelöscht… lieben Gruß.

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  4. Vielen Dank für den Hinweis auf meinen Artikel „Muhammad oder Christus? – Zur Luxenberg’schen Neudeutung der Felsendom-Inschrift“.
    Ich möchte Sie bitten, auf das letzte update meines Artikels hinzuweisen, bzw. das letzte update einzustellen, in dem ich noch ein paar Versehen und Tippfehler beseitigen konnte.
    Die aktuelle Version können Sie bei mir (frdob@aol.com) oder bei hanif.de/?p=519 abrufen.
    beste Grüße, Ihr Friedrich E. Dobberahn

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  5. Schöne Linksammlung zum Thema. Einiges habe ich auch für meine Magisterarbeit verwendet, die sich mit dem Thema der Luxenberg’schen Koraninterpretation und auch seinen Vorgängern befasst. Letztendlich hat Luxenberg die Ansätze von Lüling, Wansbrough, Cook, Crone u.a. übernommen bzw. weitergesponnen. Seine „syro-aramäische Lesart des Koran“ hat dann auch vor allem nach 9/11 an Popularität gewonnen. In einer Zeit, in der Islamophobie einen neuen Höhepunkt erreichte, war es offensichtlich nicht schwer, mit solchen Thesen auch in nicht fachlichen Medien Aufmerksamkeit zu erlangen.

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  6. Ich möchte hiermit noch auf meine Abhandlung „Über den neuesten Versuch christlich-religionsgeschichtlicher Forschung, eine andere Weltreligion zu diskreditieren – Kritische Überlegungen zur Anwendung der Saarbrücker Islamforschung im interreligiösen Dialog“ verweisen, die im Journal of Religious Culture / Journal für Religionskultur Nr. 180, Frankfurt a. M., 2013, hg. v. Edmund Weber, Goethe-Universität Frankfurt am Main erschienen ist. Diese Abhandlung ist als pdf-Datei abrufbar.
    (ISSN 1434-5935 – © E.Weber – E-mail: e.weber@em.uni-frankfurt.de; info@irenik.org. http://web.uni-frankfurt.de/irenik; http://irenik.org/

    Friedrich Erich Dobberahn
    __________________________________

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  7. Mein oben genannter Aufsatz “Muhammad oder Christus? – Zur Luxenberg’schen Neudeutung der Felsendom-Inschrift” ist inzwischen in wesentlich überarbeiteter Form unter dem Titel „Die Kūfī-Inschriften von 72h (= 691/ 692 n. Chr.) an der Außen- und Innenseite des oktagonalen Arkadenumlaufs im Felsendom zu Jerusalem – Ein Beitrag zur neueren Diskussion in der Islamwissenschaft“ in der zweiten Auflage des 7. Bandes der Schriftenreihe „Strukturen der Wirklichkeit – Schriftenreihe der Deutschen Universität in Armenien und der Akademie St. Paul“ erschienen.
    Der Titel des Bandes lautet: RAUM DER BEGEGNUNG – Perspektiven der Bildung, Forschung und Lehre im Spannungsfeld multikultureller und multireligiöser Gesellschaft, hg. v. Friedrich Erich Dobberahn und Peter Schierz, 2., veränderte Auflage, 2013, via verbis Verlag (ISBN 978-3-933902-30-6), S. 171-225.

    Friedrich Erich Dobberahn

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  8. @Herr Dobberahn, ich habe Ihren Aufsatz „Muhammad oder Christus? – Zur Luxeberg’schen Neudeutung der Felsendom-Inschrift“ mit großem Interesse gelesen.
    @Herr Günes, haben Sie vielen Dank für diese Zusammenstellung an Artikeln und Texten. Da ich das Thema „Luxenberg“ nach wie vor verfolge, ist Ihre Seite eine tolle Möglichkeit, weitere Texte zu entdecken

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  9. Pingback: Der Wandel in der Koranforschung und die Luxenberg-Debatte | Serdargunes' Blog

  10. Pingback: Muslimische vs Nicht-muslimische Hadithkritik | Serdargunes' Blog

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