Archiv

Schlagwort-Archive: Lamya Kaddor


Die gestrige Sendung (Tag für Tag) im Deutschlandfunk, wo auch ich teilgenommen habe:

Soll es einen Muslimtag in Deutschland geben? 

audio (mp3)

Eine Diskussionsrunde mit Vertretern unterschiedlicher islamischer Positionen
Moderation: Rüdiger Achenbach

Evangelische Kirchentage und Katholikentage haben in Deutschland eine lange Tradition. Sie werden nicht von kirchlichen Amtsträgern organisiert, sondern von den so genannten “Laien”. Regelmäßig kommen Zehntausende zu diesen Großveranstaltungen. Nun machen liberale Muslime den Vorschlag: Wir brauchen einen “Muslimtag”.

Dies könne den Austausch untereinander und mit der Mehrheitsgesellschaft verbessern. Wie soll so ein Muslimtag aussehen? Wer soll ihn finanzieren? Kämen alle muslimischen Strömungen zu Wort?

“Tag für Tag. Aus Religion und Gesellschaft” diskutiert mit Vertretern unterschiedlicher islamischer Positionen.

Rüdiger Achenbach im Gespräch mit:
Nurhan Soykan, Rechtsanwältin und Generalsekretärin des Zentralrates der Muslime
Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin und Vorsitzende des Liberal-Muslimischen Bundes
Serdar Günes, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Islamstudien an der Universität Frankfurt am Main
Abdul-Ahmad Rashid, Islamwissenschaftler und Redakteur beim ZDF.

Soll es einen Muslimtag in Deutschland geben? Diskussion auf der DLF-Facebook-Seite 


Für alle, die den Überblick über die zahlreichen Beiträge zur Liberal v. Konservativ Debatte verloren haben:

In der Türkei gibt es seit langem eine ähnliche Debatte, wobei es dort nicht um Liberal vs. Konservativ geht, sondern mehr um das Verhältnis von Liberalismus und Islam. Mit dem Begriff Konservativ (türk. Muhafazakar) hat man in der Türkei, im Gegensatz zu Deutschland, kein Problem.

Ich habe die zentralen Text zur Liberalismus – Islam Debatte festgehalten, die man sich als pdf Datei runterladen kann. Ich werde die Liste von Zeit zu Zeit aktualisieren.


Ein Eindruck, den ich bei der Lektüre von Lamyas Artikel und den Reaktionen/Repliken (hier, hier, hier, hier, hier und hier) darauf hatte, war die steigende Intenstität mit der diese Debatte geführt wird. Lamya Kaddor ist Vorsitzende der LIB und dementsprechend auch Befürworterin einer “liberalen” Tendenz in der inner-islamischen Community. Im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion steht ihr Text in der SZ und ein ähnlicher Beitrag im Deutschland Radio. Ich nehme an, dass hier solche Sätze für Furore gesorgt haben:

Ein Teil der Muslime steht vor derselben Frage, die heute auch die CDU umtreibt: Was ist eigentlich konservativ? Man will das Alte bewahren, weiß aber nicht genau, was. Die mangelnde Selbstvergewisserung manifestiert sich in einer Dagegenhaltung. Die jungen Konservativen sind dagegen, dass sich der Islam verändert; was auch immer das heißt. Sie sind dagegen, dass sich jemand von ihnen abgrenzt. Das Praktische an der Dagegenhaltung ist: Man muss sich nicht mit eigenen Positionen befassen, und der Schein des Einvernehmens bleibt gewahrt.

Ich möchte mich nicht direkt in diese Debatte einklinken, dazu hatte ich schon ein paar Texte geschrieben im Blog (hier, hier und hier). Ich will die Thesen in dem Text und in den Repliken nicht beurteilen. Darum geht es mir hier auch nicht, denn meiner Meinung nach werden in diesem hitzingen Gefecht auch die Grautöne vergessen. Wichtig ist mir zu erwähnen, dass diese Debatte keine rein inner-islamische Diskussion ist. Sondern auch daran krankt, dass sie nur oberflächlich um Inhalte geführt wird, was konservativ oder liberal ist und ob diese Begrifflichkeiten angemessen sind. Es geht mehr darum, dass die Politik und das Feuillton großen Schaden angerichtet hat, in dem sie Tendenzen und Personen mit dem Begriff “Liberal” versehen und so jetzt das Misstrauen gegenüber dieser Vokabel gefördert hat. Die ganzen Keleks & Co.’s sind daher für Lamya und anderen liberalen Muslime (und auch für viele eher unpolitische Muslime) ein Verhängnis und erschweren die Vermittlung ihrer Positionen. Einer nähere Blick offenbart uns, dass die besagen islamkritischen Akteuere, die in den Feuilltons hoffiert wurden, ganz und gar nicht “liberal” waren. Sie sind sich nicht zu schade für die eigene Position staatlichen Druck oder sogar Verboten das Wort zu reden. Es sind vermeintliche “aufklärerische” Ansichten die mit dem Instrument der Sicherheitspolitik oder Verwaltung verteidigt werden und leider auch von Teilen der Politik Unterstützung erhalten.

Auch wenn “liberale” Positionen oder deren Anspruch solche zu sein, ganz sachlich mit guten Argumenten kritisieren werden können, scheint es doch eher so zu sein, das Lamya mit den Keleks dieser Republik in einen Topf geworfen wird. Die Gegenseite wäre gut beraten über den Begriff “Konservativ” nachzudenken. Schließlich ist das kein negativer Begriff (auch wenn er so verwendet wird von anderen), er hat eine beachtliche ideengeschichtliche Entwicklung. Insofern muss ich Lamya in einem Punkt auch widersprechen. Das Phänomen, welches sie bei “konservativen” Muslimen beschreibt, hat nichts (oder nicht ausschließlich) mit ihrem Konservatismus zu tun, sondern mit ihrer Autoritätshörigkeit. Konservative oder “orthodoxe” Muslime wirken heutzutag sogar als aufmüpfig, weil sie sich dem gesellschaftlichen Mainstream verweigern und unangenehm auffallen, die Religion bedeutet ihnen noch was. Was sie aber vielleicht in der islamischen Lehre als Dominanz verbuchen schlägt im politischen Kontext ins Gegenteil um. Daher sollte man wertkonservative Muslime nicht mit solchen verwechseln, die in der Lehre bewußt mit guten Gründen eine traditionelle Position vertreten und alles andere als autoritätshörig sind.

Der Resonanzkörper dieser Debatte ist die Gesellschaft und das Feuillton, nicht die Muslime (von einigen Ausnahmen abgesehen). Die beteiligten Muslime sind leider viel zu vorsichtig und paranoid, als das sie sich sachlich und unaufgeregt um Begriff unterhalten können. Sie denken leider zu strategisch, weil eine potentielle Gefahr der Instrumentalisierung seitens der Politik und Feuilltons drohen könnte. Das ist keine Position, die sie bewußt einnehmen. Sie geht auf Erfahrungen zurück. Diese Tendenz wirkt wie ein Wahrnehmungsfilter, der alles Gesagte und Geschriebene auf eine schlechte Absicht oder eine mögliche Ächtung und Isolierung zurückführt. Leider wird das Muster der Diskriminierung und Ausgrenzung, die zuvor von politischen Eliten zelebriert wurde und Wunden bei Muslimen hinterlassen hat, selbst im inner-islamischen Diskurs benutzt. Es ist die unbewußte Frage: “Wem nützt es?” die die Rezeption und Bewertung dominiert.

Bahners Feststellung mag im hiesigen Kontext Sinn machen, wenn man die Vorzeichen, die bei ihm mitschwingen mitbedenkt:

Wer einen liberalen Islam nicht für denkunmöglich hält, wird sich darunter etwas Erfreuliches vorstellen. Eine säkulare Öffentlichkeit muss auch versuchen, sich die islamische Geisteswelt, die ihr unbekannt ist, hilfsweise mit vertrauten Begriffen zu erschließen. Die Entgegensetzung von liberaler und konservativer Theologie ist in christlichen Reformdebatten gut eingeführt. Allerdings ist die Formel auch im christlichen Gebrauch schon eine Übertragung, die Übernahme einer Unterscheidung der weltlichen Politik, der Leitdifferenz des Parteienstreits in den Jahrzehnten nach der Französischen Revolution. Die analoge Verwendung der Losungen von Freisinn und Bewahrung zur Bezeichnung kirchlicher Fraktionen hatte damals ihren guten Sinn, weil die politischen Parteien besonders heftig über den Status der Kirche stritten und ihre Positionen auch theologisch erklärten.

Allerdings geht es hier nicht nur um eine regionale Angelegenheit (Deutschland), in der sich dieses Ereignis zelebriert, sondern um ein globales historisches Phänomen. Was gerne vergessen wird, ist die ideengeschichtliche Komponente der Inkulturation des “Islam” in westlichen Ländern. Dass die Begriffe “Liberal” und “Konservativ” (das können je nach Kontext auch ganz andere Begriffspaare sein) die Anknüpfung an die jeweiligen Kulturen (unabhängig davon ob sachlich richtig oder falsch sind) und insofern die Erkennbarkeit und Wiedererkennung ermöglicht, sollte bei der Betrachtung nicht außer Acht gelassen werden. Meiner Meinung nach erliegen die Akteuere im islamischen Spektrum der essentialistischen Illusion, dass es “ursprüngliche” also naturwüchsige islamische Begrifflichkeiten gäbe und daher neue Begriffe wie Fremdkörper wirken. Eine historische Sichtweise würde hier abhelfen und zeigen, das es keine zeitlosen “islamischen” Begrifflichkeiten gibt, ja wir alles einer gewissen Übertragung und Verschmelzung zu verdanken haben. Damit möchte ich keiner Beliebigkeit das Wort reden, aber einem Bewußtsein über die Mechanismen solcher Begriffskriege und ihrem nicht immer der Debatte erträglichen Prämissen, die mit Vorzeichen eines Kulturkampfes versehen sind und nicht der sachlichen Klärung, in der es auch möglich ist mit guten Argumenten “Innovationen” abzulehnen, konservativ zu sein, und nicht jedem gesellschaftlichen Trend hinterherzulaufen.

Hakans  Kommentar zu einem anderen Beitrag von mir finde ich sehr hilfreich, weil er zu dieser Diskussion passt:

@Resul Özcelik, Serdar Günes

„Z.b. wenn ich der Meinung bin, dass priviligierte Muslime über den Koran sprechen, diskutieren und interpretieren sollten, dann habe ich nach deiner Meinung keinen weiten Horizont. In welche Schublade komme ich? Moment, ich überlege: „traditionel Konservativ“?“

Kategorisieren hilft um Überblick zu schaffen, sollte aber wandelbar und kontextbezogen sein. In manchen Dingen empfinde ich mich als konservativ, in anderen als liberal, in anderen wiederum als orthodox. Die Begriffe habe ich mir nicht ausgesucht, das hat der liebe öffentliche Diskurs gemacht. Darum benutze ich sie – aber ausschließlich in bestimmten Kontexten, die jeweils expliziert werden müssen.

Ich finde, es gibt weitere, vielleicht sogar noch interessantere Kategorisierungen bei Muslimen:

1) praktizierender und nicht praktizierender Moslem

2) reformorientierter und reformablehnender Moslem

3) analytisch denkender und auswendig lernender Moslem

4) kollektivbezogener und individuumbezogener Moslem

5) nationalistischer und nationalitätenrelativierender Moslem

6) dogmatischer (taklid) und hinterfragender (tahkik) Moslem

7) Arabien-(oder: Türkei-)zentrierter und Deutschland-zentrierter Moslem
wissenschaftsbezogener und autoritätsbezogener Moslem

9) menschenliebender und menschenverachtender Moslem

etc. etc.

Es gibt viele Kombinationsmöglichkeiten zwischen diesen Kategorien, auch schließen sich die Gegenüberstellungen nicht immer zwingend aus. Der öffentliche Diskurs kennt diese weniger politischen, sondern pragmatischen Unterscheidungen nicht. Wir schon. Darum sollten wir uns um eine Publikmachung bemühen.

Hayrettin Karaman ist für z. B. ein reformorientierter orthodoxer Moslem, aber kein Reformer, oder gar Modernist. Er steht auf dem Boden des klassischen fiqh, aber lehnt zahlreiche Todesstrafen, über die im klassischen fiqh Konsens herrscht, wiederum mit Argumenten im Rahmen des klassischen fiqh ab (Steinigung, Todesstrafe für Apostaten). Während er für die einen nach wie vor ein Gelehrter des klassischen sunnitischen Islams ist, wird er von anderen geradezu des Modernismus bezichtigt.

Wer hat nun Recht?

Meine Antwort wäre: Es interessiert mich nicht, da hier keine gemeinsame Begriffsbasis vorliegt. Mich interessieren ausschließlich die Argumente und Folgerungen, die jemand zieht. Ein gutes Argument muss auch unabhängig von seiner Genese funktionieren. Darum halte ich es für sinnlos Menschen zu definieren, deren Argumente apriori sinnvoll oder sinnlos sind.

Ich sage ja: Diese ganzen Kategorisierungen artikulieren eigentlich nur Interessen der Sprechakteure. Ist nicht verboten (ich mache es ja auch), aber dennoch sinnvoll und in manchen Kontexten notwendig.

Übrigens: Jemanden, der der Meinung ist, dass nur priviligierte Muslime über den Koran reden dürfen, würde ich im Übrigen auch nicht als traditionell-konservativ bezeichnen.

Vielmehr würde ich ihn als autoritätsgläubig bezeichnen. Denn in der Regel meint er mit priviligierten Muslimen einige Autoritäten, deren Koranauslegung für ihn den eigentlich verbindlichen Islam darstellt. Außerdem würde ich ihn als Druckser bezeichnen: Denn er blockt eventuell nützliche Debatten von Vorneherein mit einem Autoritätsargument ab. Vermutlich fühlt er sich selbst nicht sicher genug standzuhalten, zuzugeben, dass der andere vielleicht Recht hat, oder sein Gegenüber gar zu überzeugen. Zusätzlich zur Druckserei käme noch die Realitätsferne hinzu: Alle Welt liest heute den Koran – wenn die uns dann fragen, was denn genau 9:5 oder 4:34 zu bedeuten hat, dann sollte wir eine bessere Antwort parat haben als: „Bevor ihr arabisch gelerent, in Al-Azhar studiert, oder euch meinem Imam angeschlossen habt, seid ihr nicht legitimiert solche dummen Fragen zu stellen“. Am schlimmsten ist dann aber wohl die Unwissenheit – denn eine Tabuisierung des Glaubensdiskurses und eine Beschränkung des Mitsprache- bzw. Mitdiskutierrechts auf einige weniger Auserwählte gehört mit Sicherheit genau zu jenen Denkformen, die der Koran an anderen Glaubensrichtungen kritisiert hat.

Fazit: autoritätsgläubige, drucksende, realitätsferne und unwissende Muslime sollte man nicht als konservativ-traditionell bezeichnen, da man dadurch eine Menge konservativer Muslime geradezu beleidigen würden.


Schon seit langer Zeit reift ein neues islamisches Reflektieren ist in der Blogger-Szene (hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier um hier nur einige zu nennen). Und dabei meine ich mit “islamisch” nicht nur ein Attribut unter vielen von Muslimen,  sondern auch von denjenigen, die damit ihre Lebensweise bewußt ausdrücken und sich über Inhalte und Probleme den Kopf zerbrechen. Dem WWW sei Dank, dass Debatten viel direkter und schneller stattfinden. Der direkte Bezug auf islamische Quellen im Netz, ohne die gedruckten Bücher aus den Regalen zu nehmen, wirkt sich in einer veränderten Perspektive auf die Wahrnehmung von jungen Muslimen aus.

Der selbstbewußte Muslim von Heute ist jemand, der seine Religion lebt und meist auch weiß warum. Er kann es begründen, kennt die Referenzen im Koran und Sunna. Er weiß wo, was und von wem gesagt wurde. Er kann zwischen Gelehrtenmeinungen auswählen oder auch sagen, keines dieser Meinungen erschließt sich mir nicht, deshalb entscheide ich selber. Ich idealisiere hier natürlich. Es gibt graduelle Unterschiede zwischen jungen Muslimen und manchmal sogar der Unterschied ums ganze.

Aber worauf ich hinauswill ist eine wichtige Tatsache: Der Vollzug der islamischen Lebensweise war (und ist es meist immernoch) sehr von Nachahmung geprägt. Dass was man wissen muss, wird einem vom Gelehrten des persönlichen Vertrauens gesagt oder ist in irgendwelchen Katechismen nachzulesen. Sich selbst über die Bücher zu beugen und daraus ein Urteil abzuleiten war nie möglich und auch nicht gewollt, in manchen Kreisen sogar verpönt. Das lag neben der niedrigen Alphabetisierungsrate und Bildung sicherlich auch daran, das es in epistemischer Hinsicht eine Hierarchie des Wissens gab. In appelativer Absicht stand an oberster Stelle stand immer der Koran und die Sunna, aber in der Praxis die großen Imame, die erst durch ihren Einsatz das notwendige islamische Wissen relevant machten, sozusagen vorkauten. Also das Wissen erst aus dem “Rohmaterial” destilieren. Es kam keiner darauf hier zu widersprechen. Sowohl die Quellen als auch die Erschließung spielen eine Rolle, ob Wissen notwendig und relevant für die persönliche islamische Lebensführung ist. Klassische Bereiche sind die Speisegebote, das Beten, Fasten und Belange die das Geschlechterverhältnis betreffen. Das ist alles nicht verschwunden. Für viele Muslime ist es immer noch sehr wichtig auch weiterhin darauf zu achten, was ihnen islamische Autoritäten sagen. Mittlerweile gibt es auch bessere Kommunikationsmöglichkeiten. Für viele Fragen des alltäglichen Lebens gibt es Fatwa-Hotlines. So ist es möglich im Fernsehen religiöse Sendungen anzuschauen, auch aktiv daran teilzunehmen in dem man Telefonate zulässt. In gewisserweiße wird die von mir als “traditionelle” islamische Wahrnehmung und Lebensführung auch durch Technologie revolutioniert.

Aber all das meine ich nicht (nicht nur), wenn ich ob geschrieben haben, das heutige junge Muslime ein Selbstbewußtsein dafür entwickelt haben, was für ihre persönliche Lebensführung relevant ist und nicht. Diese Entwicklung weißt Schnittmengen mit den oben gezeigten Veränderungen im “traditionellen” Milieu auf, aber hat auch eine neue Qualität bekommen. Durch die Entwicklung des WWW und Rezeption von “außerislamischen” Quellen gibt es die Fähigkeit des Vergleiches und der Selektion der Mittel und Meinungen. Wenn ich von neuem islamischen Selbstbewußtsein spreche, dann meine ich eben den unmittelbaren Bezug auf islamische Quellen und Diskurse und den souveränen Umgang mit ihnen. Traditionelle Lehrmeinungen und Autoritäten haben sogesehen nur noch einen relativen Platz und sind auch nicht epistemisch höherwertiger als das was der eigene Verstand sagt. Ich würde es als Pragmatismus nennen und sofort auch hinzufügen, das der negative Beiklang dieses Begriffes meiner Meinung nach völlig unberechtigt ist. Es ist eine Strategie sowohl die Umwelt als auch die aus der religiösen Sozialisation kommenden Elemente in Einklang zu bringen. Es ist nicht unbedingt eine Auflehnung gegen das Alte oder Klassische.

Die Umgang dieser Art von Religion oder sagen wir Religiösität hat zahlreiche Ausprägungen unter Muslimen. Solche mit “revolutionärem” Impetus, die politische oder puritanische Perspektiven enthalten. Der politische Part ist meist strikt anti-traditionalistisch, aber nicht unbedingt “freiheitlicher” oder “liberaler” in der Konsequenz. Es kann (aber muss nicht) vorkommen, das hier eine Art von Rigorismus an den Tag gelegt wird, der deutliche autoritäre (oder sogar totalitäre) Züge aufweißt und sehr Intolerant ist. Während die 1000 Jahre alte klassische Richtung durch Vermittlungsebenen des Verstehens und Delegierens von Sanktionen an Institutionen eben “gemäßigter” ist und einen gewissen Realismus an den Tag legt, der die “Toleranz” zur befördert, ist der politische Part weniger theologisch unterfüttert und unbeholfen. Letzeres wird dann durch starke Agitation und radikale Rhetorik übertüncht. Wo lässt sich das sehen? Besonders im politischen Salafismus, der weniger theologisch denn politisch orientiert ist und einen unverholenen Vitalismus an den Tag legt. Der besagte puritanische Part dürfte dem wahhabitischen Salafismus zuzuordnen sein, der seinen Ursprung in Saudi-Arabien hat aber durch erfolgreiche Werbung in der islamischen Welt überall seine Anhänger und Träger hat.

Ich möchte keine Ideengeschichte des Islam nachzeichnen, aber mit diesen Ausführungen möchte ich zeigen, das dank WWW und moderner Kommunkationstechnologie, solche Entwicklungen in der islamischen Welt auch Einfluß auf die Wahrnehmung von Jugendlichen nimmt und ihre Religiösität prägt. Und weiter möchte ich auch nicht behaupten, das das ein zu eins geschiecht. Auch hier wird gerne gefiltert und das angenommen, was in der deutschen (oder europäischen) Gesellschaft möglich ist. Ich möchte das gar nicht bewerten und in Kategorien des Sicherheitspolitik ausdrücken, wie es gerne gemacht wird. Es geht mir ums Verstehen.

Einen gemäßigten Salafismus kann man heute aber in der breiten Masse finden. Was meine ich damit, hat das was mit Wahhabismus und Salafismus zu tun, wie wir ihn in Saudi Arabien kennen? Während man früher noch auf die Altvorderen und Gelehrten verwiesen hat, wenn es um islamrechtliche Belange ging, ist der direkte Bezug zu den Quellen doch eher etwas modernes. Noch heute kann man auf türkischen oder arabischen Webseiten die Klagen traditionell-islamischer Gelehrten lesen, die sich empören, das Muslime heute selbst die Quellen (Koran und Sunna) heranziehen und daraus irgendwelche Urteile für sich ableiten ohne die Autoritäten zu fragen.

Und bevor jetzt sunnitische Muslime (egal ob liberal oder konservativ) aufschreien und sagen, das sie mit Salafismus nichts zu tun haben, erläutere ich was mit (gemäßigtem) Salafismus meine: Denn ich meine genau diese Tendenz, der direkte Bezug auf Koran und Sunna. Und nicht das ideologische oder Dogmatische des Salafismus, wie man es aus Saudi-Arabien kennt. Und überhaupt auch sunnitisch-orthodoxe Muslime können mit so einem ideologischen Salafismus nichts anfangen. Es ist also kein inhaltliches Merkmal sondern ein prozeduales, was ich meine! Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass das keine Kritik ist oder ich das eine als schlecht und das andere als gut beurteile. Das ist nur mein Eindruck.

Es ist natürlich richtig, das in der Erschließung islam-rechtlichen Wissens immer Koran, Sunnaiǧmāʿ (Konsens der Gelehrten) und Qiyās (Analogieschluß) immer in dieser Reihenfolge angegeben ist und der von mir so bezeichnete (gemäßigte) Salafismus genau das auch als Legitimation angibt. Aber es wird übersehen, das die Gelehrten eben in der Praxis nicht diese Reihenfolge vollzogen. Diese Idealtypische Darstellung möchte mehr die epistemische Relevanz von Wissen in einer Hierarchie darstellen als den praktischen Umgang mit ihnen. In diesem Feld nimmt der Koran sogar eher einen sekundären Platz ein, was nicht heißt das er unwichtiger ist, sondern das der Koran durch und in Vermittlung der sogenannten Sunna (und den Hadithen) gedeutet wird.

Erst in der Neuzeit wird diese idealtypische Darstellung als praktische Anleitung benutzt für den Vollzug wie man interpretiert und urteilt. Aber auch hier ist man natürlich nicht konsequent, denn der Verstand gilt als epistemisch relevant. “Unsinnige” Fatwas können noch so durch Gelehrten vertreten und in Quellen abgesichert sein, wenn die Umwelt in der man lebt, schlichtweg im Wege steht, kann es schon sein, das hier dann gesagt wird: “Das hat mit den heutigen Umständen nichts mehr zu tun” . Also kommt hier auch der Faktor Zeitgeist und Umwelt rein.

Eigentlich Faktoren, die immer schon Bestandteil der islamischen Jurisprudenz wahren. Ohne Bezug auf die Praxis kommt man auch dort nicht aus. Schließlich wird im Koran nur sehr wenig von praktischen Belangen geklärt. Aber dieser Umstand wird gerne verpackt und nicht als solcher ausgewiesen. Der Bezug auf die Gesellschaft (Kultur und Naturwissenschaft)  nimmt daher in dieser Hierarchie einen sehr niedrigen Platz ein.

Viele selbstbewußte Muslime gehen damit anders um. Für sie nimmt die “normative Kraft des Faktischen” einen hohen Rang ein. Und das nicht mal sehr bewußt.

Die heutige muslimische Szenen weißt verschiedene Milieus aus. Viele tragen Debatten aus den islamischen Herkunftsländern nach Deutschland und verändern sie um sie gewinnbringend hier zu integrieren. Es wäre sehr naiv von den Muslimen zu fordern gänzlich etwas neues zu entwickeln. Das Wissen und die Information macht vor Landesgrenzen nicht halt. Diskurse und Debatten fließen im WWW über den ganzen Globus und werden dann vor Ort verwertet. Es gibt immer einen Anknüpfungspunkt von dem man ausgeht. Es gibt viele Muslime, die ihr Leben nach Fatwas und Gelehrtenmeinungen von sehr traditionellen Autoritäten ausrichten in dem sie ein paar mal in der Woche im Internet nach ihren Stellungnahmen ausschau halten. Andere wiederrum sind da viel eklektischer und picken sich das aus, was ihrer Meinung nach angemessen ist. Wenige sind theologisch so versiert, das sie direkt an die Quellen herangehen. Hier gibt es dann nochmal den Unterschied, ob man die jeweilige Sprache der Texte kann. Es gibt eine große Bewegung, die sich nur Übersetzungen bedient.

Was sehr interessant ist, das fast alle Bestrebungen Bezug auf islamische Denker nehmen in der Gegenwart. Es ist oft anzutreffen, das Muslime verschiedenster Richtungen Bezug nehmen auf Nasr Hamid Abu Zaid ohne mit ihm komplet einverstanden zu sein. Weiterhin Fazlur Rahman, Muhammad Arkoun, Muhammad Abid Al-Jabiri, Said Nursi, Fethullah Gülen usw. Auch hier gibt es “neues”. Früher hätte man bei Gelehrten bezüglich ihrer Kompetenz nicht differenziert. Ein solcher war entweder völlig fähig oder gar nicht. Zu sagen, das einer im Bereich des Hadith stark ist aber dafür im islamischen Recht eher schwach, dürfte als Anmaßung wahrgenommen worden sein. Es gab hier als gar nichts zu kritisieren. Heute ist das anders. Die hermeneutischen Zugänge von Abu Zaid und Rahmen (die beiden unterscheiden sich durchaus) sind attraktiv für viele Theologen und Muslime. Aber auch nur gewisse Meinungen sind interessant ohne gleich das ganze Konzept zu übernehmen. Viele “rivalisierende” Gruppen können (wenn auch oft ungewollt) einen gemeinsammen Nenner aufweisen. Muslime mit politischer Religiösität schätzen durchaus den großen Reformer Muhammad Abduh, aber das tun auch “liberale” Muslime, ohne zu übersehen, das vieles was Er damals vertreten hat heute vielleicht schon überholt ist.

Und hier wäre vielleicht meiner Meinung nach ein Anknüpfungspunkt sich bewußt zu werden, das man unter Muslimen ist. Es gibt leider die Tendenz dem anderen Unglauben und Verrat an den Kopf zu werfen. Man ist durch den Bezug auf islamische Quelle und promienten Persönlichkeiten (sei es nun traditionelle oder moderen) geeint, egal wie man sich auf sie bezieht und in welchem Maße. Das wäre ein Verständis von Umma, die nicht eine anonyme Manövriermasse darstellt  auf die man sich nur bezieht; es wäre ein demokratisches Verständnis von Interaktion. Das auch eine gewisse Toleranz und Relativismus mit sich bringt, wo man zugesetehen kann, das man die Meinung des anderen so gar nicht akzeptiert ihn aber nicht gleich mit Kufr bezichtigt oder einer falschen Akida (mal abgesehen von der Unmöglichkeit das hier jemand das Definitionsrecht hat).

Es wäre wert darüber nachzudenken.


In möchte in diesem Beitrag auf einen Kommentar von Resul eingehen, den er für meinen Blogbeitrag Dialog bla bla gemacht hat. Danke für deinen Input Resul. Nun ging es in diesem Beitrag nicht um das was Du in Deinem Kommentar erwähnst. Nicht das es unwichtig ist was Du schreibst. Aber ich kann ja trotzdem darauf eingehen (Hakan deine Meinung würde ich auch gerne hören). Lass uns mal ehrlich sein. Ohne Schubladen und Kategorien kommen wir nicht aus. Und ich hab sie auch nicht erfunden, wenn wir jetzt über den Islam reden. Sunniten, Schiiten, Zahiriten und und und. Das Geschäft hat man schon früh damit gemacht und wurde sogar von vielen Muslimen mit dem Leben bezahlt (das ist übrigens heute nicht anders). Das wir uns über sowas nicht mehr thematisieren, zeigt nur das wir es schon verinnerlicht haben. Kein Schiit wirft mir vor, ich würde ihn ausgrenzen, wenn ich mich als Sunnit bezeichne oder andersrum. Sofern diese Kategorien den Anderen nicht herabwürdigen, ist es ein Bedürfnis nach Klarheit Kategorien und Schubladen zu benutzen. So sind wir kognitiv gestrickt. Daran kommen wir nicht vorbei.

Im Eifer des Gefecht kann auch ich Fehler machen und Ungerecht sein. Das bitte ich zu entschuldigen, falls es mal dazu gekommen ist. Du sprichst es an. Ich kenne viele “liberale” Muslime, die einen geringeren Horizont haben als  so called “traditionelle”. Die Kategorien an sich sagen da noch nichts aus. Das du für dich eine Entscheidung triffst, kann ich hinnehmen und respektieren und durchaus auch kritisieren. Aber ich würde es respektieren. Der Umgang mit dem Koran ist dabei nicht mal das Entscheidende. Ich würde mir wünschen, dass Muslime (und nicht nur sie) sich direkt mit diesem Buch auseinandersetzen. Aber ich weiß auch, das es mehr Mut erfordert das anderen zu überlassen oder zu sagen, das was Gelehrete sagen ist das letzte gesprochene Wort. Das kann sogar von einem sehr weiten Horizont zeugen. Aber es ist doch bis jetzt eher so, dass das Hinterfragen oder Infragestellen von Entscheidungen und Meinungen bei vielen Muslimen zu hohem Blutdruck führt. Sei es in der Türkei oder in anderen islamischen Ländern, solche Menschen haben einen viel schwierigeren Stand und müssen das unter Umständen mit ihrer Karriere oder sogar mit ihrem Leben bezahlen. Und dabei geht es nicht darum, das diese Menschen Recht und die “Traditionellen” Unrecht haben. Es geht darum, einen Muslim nicht sozial und politisch zu ächten! Sehr oft ist es so, dass man sich erst gar nicht inhaltlich damit auseinandersetzt. Im Fall von Nasr Hamid Abu Zaid war das so. Dabei kann man inhaltich durchaus viel kritisiern. Aber zu einer inhaltlich- wissenschaftlichen Auseinandersetzung ist es nie gekommen. Man hat ihn verjagt und ihn als Apostaten tituliert (sogar gerichtlich durchgesetzt). In der Türkei geht es schon viel gesitteter zu. Aber ich schweife ab.

Es gibt viele Menschen, die sich den Koran wie einen Steinbruch bedienen und zu ganz fatalen Schlußfolgerungen kommen. Das sie so ganz ohne Kenntnisse der Tradition das machen, kann auch ein Indiz sein, das sie keinen Horizont haben.
Ich hatte das schon mal kurz in einem gesonderten Beitrag thematisiert. Kann es hier aber noch mal tun. Kategorien wie “traditionell” oder “konservativ” sind für mich persönlich keine negativen Begriffe! Denn es gibt viele Menschen, die sich bewußt so definieren. Das jemand konservativ oder traditionell ist, ist perse nichts schlechtes, genauso wie es nicht perse etwas gutes ist ein liberaler zu sein. Das bedeutet noch gar nichts. Und was es unter Umständen bedeutet “liberal” zu sein, muss man dann im Einzelfall sehen. Viele meinen damit einfach einen Zustand, bei dem der Islam im Leben nur noch reine Folklore ist. Es gibt auch welche, die damit bestimmt theologische Positionen meinen. Z.b reformorientierte Positionen (wobei es da auch sehr große Unterschiede gibt und nicht jeder reformorientierte Mensch per se liberal ist).
Ich kann durchaus inhaltlich “traditionelle” und “konservative” Positionen kritisieren und das mache ich auch. Aber es ist ein Standpunt, dem ich nicht die Existenz abspreche und sogar selbst davon sehr profitiere. Das ist ein Standpunkt und sagt noch nichts über die Qualität aus. Es gibt durchaus sehr unwissende traditionelle und konservative Menschen (dazu gehören auch Gelehrte und Theologen) und es gibt welche, die sehr intelligent sind. Das hindert mich nicht, von ihnen zu lernen.
Dass diese Begriffe von außen gerne als Kampfbegriffe gegen Muslime benutzt werden, ist mir bewußt. Nur ist es, das wir dann umso mehr uns darum bemühen sollten, diese Begriffe SELBST zu definieren, es nicht anderen überlassen. Wenn ich mich als “liberaler” Muslim bezeichnen würde, dann ist das positiv besetzt. Das heißt, das es für etwas steht und nicht gegen etwas! Es ist kein Auschluß. Es heißt nicht, das Muslime, die nicht liberal sind per se falsche Ansichten haben. Auch Lamya Kaddor, die sich weitaus mehr damit beschäftigt, dürfte das so ähnlich sehen. Natürlich gibt es Muslime, die das machen und den Anderen diffamieren. Und auch da sollte man hinsehen, wie jemand das einsetzt oder sich definiert. Ich finde Leute wie Necla Kelek missbrauchen diesen Begriff. Denn sie sind weder politisch Liberal (weil sie gerne den Staat herbeiruft damit dieser ihre Ansicht durchsetzt, z.b Verbote von Kopftüchern usw.) und auch nicht theologisch. Sie demonstriert ständig ihre Unwissenheit in islamischen Belangen und kommt über Allgemeinsätze nicht hinaus. Bei der ganzen Kritik frag ich mich schon, warum sie dann nicht schon längst aus dieser Religion ausgetreten ist, wenn diese Religion so schlimm ist. Aber ich habe das nicht zu entscheiden, es ist mir dann auch egal. Und bei solchen Menschen werden die Kategorien verhunzt und wir sollten uns hüten die Begriffe so zu verstehen wie sie es tun.

Ganz ehrlich, ich kann manchmal den Vorwurf nicht verstehen, die Bezeichnung “liberal” würde andere Muslime ausgrenzen. Besonders, wenn es von Muslimen kommt, die sich selbst nie als “liberal” bezeichnen würden. Warum sollte es das tun? Denn Muslime, die dem klassischen Islam anhängen (mit all seinen Schattierungen), würden sich doch selbst nie als Liberal bezeichnen. Daher müssten die doch froh sein, das sie erst gar nicht ins “liberale” eingemeindet werden. Sie würden sich in Abgrenzung zu “Liberal” als “traditionell”, “klassisch”, “konservativ” oder als “orthodox” bezeichnen. Man kann sie doch nicht aus etwas ausschließen, in das sie sowieso nicht wollen.

Du möchtest doch nicht liberal sein, du kannst damit nichts anfangen. Also braucht es doch einen nicht stören, wenn man das nochmal bestätigt. Ob diese Begriffe inhaltlich Sinn machen, ist eine andere Diskussion. Darüber kann und sollte man sich streiten. Aber bitte nicht dem Anderen die Existenz absprechen, sondern ihn so akzeptieren wie er ist. Das fordere ich ganz allgemeinen Grundsatz.

Das mich andere wohl als “orientalistisch” bezeichnen, kommt oft vor und meint eher etwas Negatives. Das war in der Türkei so und ist hier nicht anders. Das liegt vielleicht daran, das Menschen wie ich nicht glauben, dass Rechtsschulen oder Gelehrte immer das letzte Wort haben müssen. Oder glauben, das der Koran nicht “über-historisch” ist aber durchaus einen universellen Geltungsanspruch hat. Und das nicht alles aus dem Koran deduziert werden muss! Das ist ein Standpunkt der mir selbst oft den Vorwurf des Apostaten oder des Ungläubigen eingebracht hat. So gesehen ist dann “orientalistisch” harmlos und bin dafür dankbar. Aber ich würde nie jemanden verachten, weil er meine Meinungen nicht teil. Ich würde ihm niemals seinen Glauben absprechen oder ihm einen beschränkten Horizont bescheinigen. Das ist der Unterschied!

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 499 Followern an